Wie heizt man mit der Wärmepumpe?

 

Welcher Typ Wärmepumpe passt am besten zu meinem Projekt (Erde, Wasser oder Luft)?

Wie hoch sind die Anschaffungs- und Betriebskosten?

 

  • Soll das Haus nur beheizt oder auch gekühlt werden?
  • Will ich auf die Nutzung fossiler Brennstoffe komplett verzichten?
  • Welche Art von Heizung will ich einbauen oder ist vorhanden (Heizkörper, Wand- oder Fußbodenheizung)?
  • Ist auf meinem Grundstück ausreichend Platz für Horizontalkollektoren?
  • Ist es möglich ein Bohrgerät auf meinem Grundstück zum Einsatz zu bringen?
  • Wie ist die Qualität des Grundwassers?
  • Wie tief muss die Bohrung für den Vertikalkollektor sein?
  • Wird Warmwasser zentral oder dezentral erzeugt?
  • Wie ist meine Prognose für Entwicklung der Stromkosten in den nächsten 10 bis 25 Jahren?
  • Wie viel Kapital will ich in eine solche Anlage investieren?
  • Mit welcher anderen Heiztechnologie lässt sich die Wärmepumpe kombinieren?

 

Die Funktion der Wärmepumpe

 

Bei einer Wärmepumpe handelt es sich um eine Anlage die dazu dient, Wärme, die sich auf einem niedrigen Temperaturniveau befindet, auf ein höheres Niveau zu pumpen. Gewinnt man beispielsweise bei der Abkühlung von Wasser von 20°C auf 10°C eine bestimmte Menge an Energie, kann man diese an anderer Stelle weiterbenutzen. So kann man mit Hilfe einer Wärmepumpe an anderer Stelle Wasser derselben Menge von 40°C auf 50°C erwärmen. Dazu wird lediglich die vorher gewonnene Energie benötigt.

 

Das bedeutet, dass die Energie, die an einer Stelle entzogen wird, nicht verloren geht, sondern an einer anderen Stelle wieder zugeführt werden kann, auch wenn das Temperaturniveau dort höher ist.


Ein gutes Beispiel für eine Wärmepumpe ist ein Kühlschrank. Dem Innenraum des Kühlschranks wird die Wärme entzogen und an der hinteren Seite des Kühlschranks wieder an die Umgebung abgegeben, obwohl die Umgebung ein höheres Temperaturniveau hat.

 

 

 

Betriebsweisen der Erwärme-Pumpen

Folgende Betriebsweisen sind möglich:

  • monovalent (nur WP): Die Wärmepumpe ist alleiniger Wärmeerzeuger. Sie deckt 100% des Wärmebedarfs ab. Üblich bei Wärmequelle Wasser oder Erdwärme.

 

  • bivalent parallel monoenergetisch (WP und Elektroheizstab): Die Wärmepumpe deckt ca. 90% der Jahresheizarbeit ab. Der E-Heizstab wird nur bei Bedarf parallel zugeschaltet. Üblich bei Neubauten mit Wärmequelle Luft.

 

  • bivalent alternativ (WP und Brennstoffkessel): Die Wärmepumpe teilt sich die Heizarbeit mit einer zweiten Heizquelle. Nur bei Nachrüstung einer Wärmepumpe in ein Hochtemperatur Heizsystem.

 

Bestimmung des Wärmebedarfes

Bei Wärmepumpenanlagen ist eine genaue Dimensionierung besonders wichtig, denn überdimensionierte Geräte verursachen übermäßige Kosten und arbeiten mit einem niedrigeren Wirkungsgrad. Die Ermittlung des Wärmebedarfs (Heizleistung) erfolgt nach den entsprechend gültigen Normen in Deutschland (DIN 4701) ,Österreich (ÖNORM 7500 (B 8135)), und der Schweiz (IA 380-1, SIA 384-2). Der Wärmebedarf wird in kW angegeben.

Folgende Werte sind erfahrungsgemäß ungefähr zu erwarten (Wärmebedarf W/m2):

Der spezifische Wärmebedarf (W/m2) wird mit der zu beheizenden Wohnfläche multipliziert und ergibt den gesamten Wärmebedarf (Transmissions- und Lüftungswärmebedarf). Die Jahres-Heizarbeit in kWh p.A. gibt an wie viel Heizenergie (Wärmeenergie) im Laufe eines Jahres aufzubringen ist. Dies ist bei der Auslegung von Erdwärme-Systemen zu beachten.


Hier erfahren weiteres vom Fachmann:
http://www.waermepumpen-welt.de