Was man zu Solar wissen sollte

                                                                                                                                                                                                                                                                         
Unter Photovoltaik versteht man direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen, die aus dünnen Scheiben kristallinen Siliziums bestehen. Wenn die Sonne auf eine solche Zelle strahlt, baut sich zwischen der Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der Strom, der erzeugt wird, wird über einen Wechselrichter geführt und in Wechselstrom mit einer Spannung von 230V umgewandelt. Die erzeugte Energie kann gleich genutzt werden, in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden oder in Akkumulatoren gespeichert werden.
Die technologische Entwicklung steht nicht still. Weltweit, ganz besonders in Deutschland, Schweiz, USA und Japan wird viel in die Weiterentwicklung der Photovoltaik investiert, um den Wirkungsgrad der Solarpanele immer mehr zu erhöhen. Beinahe jährlich werden Schritte nach vorn gemacht, die die Leistungsfähkeit steigern und die Herstellung ökonomisch und ökologisch optimieren. Neue Materialien oder Materialmischungen sind in Entwicklung, die die Nutzungbandbreite vergrößern. Dünnschichtmodule werden bei der Formgebung und Anbringung wesentlich flexibler genutzt, und sind auch viel resistenter  gegen physikalische Belastungen.
In der Schweiz ist ein Modultyp in Erprobung, der aus kristallinem und amorphen Silizium besteht.  Das kristalline Silizium hat den höheren Wirkungsgrad, sprich liefert mehr Strom, ist aber brüchiger. Das amorphe Silizium hat einen nicht ganz so hohen Wirkungsgrad, ist dafür aber biegsamer. Auch die Herstellung dieser Module ist wieder ein Stück ökonomischer und ökologischer geworden, da diese Module bei niedrigeren Temperaturen hergestellt werden können. Für diese Module kann man dünnere Silizium-Scheiben verwenden, die seltener brechen sollen. Diese Solarpanele erreichen  bereits einen Wirkungsgrad von 19% in der Erprobung.
Auch völlig andere Materialien werden erprobt und erforscht, wie z.B. "Plastikfolie", die durch sehr komplexe Veränderungen in der molekularen Struktur Strom erzeugen können. Die Forschung ist sich sicher, dass eines Tages sogar Module hergestellt werden, die mit einem speziellen Druckverfahren auf alle möglichen Flächen aufgebracht werden können.
Hoffen wir, dass diese Entwicklungen in der Forschung noch dynamischer vonstatten gehen und auch noch mehr durch staatliche Subventionen gefördert werden. Auf jeden Fall hat die Solarbranche weiterhin ein stattliches Wachstumspotential, was die Zahlen  aus 2007 beweisen: ein Umsatzplus von 23% wurde erreicht und es wurden 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

 

 

Welche Solaranlage ist die Richtige?


Diese Frage kann erst nach einer genauen Bedarfsprüfung beantwortet werden. Wollen sie die gewonnene  Energie sofort oder nach Speicherung selbst nutzen oder wollen sie den gewonnenen Strom ins Netz einspeisen, um so ihre Investition gewinnbringend  zu nutzen?  Wieviel Fläche zum Aufstellen  einer Photovoltaikanlage können sie nutzen? Glücklich kann sich derjenige schätzen, wer über viel  Dachfläche mit der richtigen Ausrichtung verfügt.  Landwirtschaftliche Betriebe mit Scheunen und Stallungen oder auch Firmen mit eigenen Produktionsstätten, wie auch Verwaltungsgebäuden  verfügen ja sehr oft über die Flächen, die besonders gut  zum Errichten einer leistungsfähigen  Solaranlage  geeignet wären.  Für Projekte dieser Art lohnen sich auch größere Investition, die über einen längeren  Zeitraum vorfinanziert werden und nach der Tilgung gewinnbringend sind. Die KfW ( Kreditanstalt für Wiederaufbau)  bietet verschiedene  Förderprogramme in Bezug auf  alternative Energieversorgung an. Jede Solaranlage ist ein kleiner Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit, ganz gleich, ob aus der individuellen Perspektive oder national betrachtet. Auf jeden Fall, helfen wir den nächsten Generationen dieser Energieunabhängigkeit näher zukommen.

Wie und wo sie die Module anbringen oder aufstellen, hängt wie schon gesagt von den individuellen Möglichkeiten eines jeden Interessierten ab. Bei  der Plannung von Neubauten sollte unbedingt immer an den Einbau von Modulen gedacht werden, da sich die Kosten für das Dach auf jeden Fall verringern.


Aufdach:
Die am meisten angewandte Technik ist die Befestigung der Solarmodule direkt über der Dachhaut.

 

Energiedach: Die Integrierung der Solarmodule direkt in die Dachhaut; der Wirkungsgrad dieser PV-Anlagen ist geringer, da die Hinterlüftung fehlt.

 

Fassade/Wand: Solarmodule können als Gebäudehülle oder als Lärmschutzwand angebracht werden. Solche Solarmodule sind auch wirtschaftlich, da sie fast gleiche Preise wie die herkömmlichen Fassadenverkleidungen haben.

 

Inselanlage
: Diese Anlagen werden auf Booten, Camping-Fahrzeugen in Ferienhäusern, wie auch für Parkscheinautomaten, öffentliche Uhren, Verkehrzeichen, Park und Gartenbeleuchtung genutzt. Sie sind unabhängig vom Stromnetz, und die Energie kann direkt vom Modul über einen Wechselrichter vom  Verbraucher genutzt werden, oder man kann die erzeugte Energie in Akkumulatoren speichern. Akkumulatoren gibt es mit unterschiedlichster  Leistungsfähigkeit. Wichtig ist es, den Strombedarf zuvor genau zu kalkulieren, um die Anlage entsprechend aufzubauen.  

Bei dieser Technik kommen entweder Anlagen mit 12V oder 24V zum Einsatz. Akkumulatoren bietet der Markt mit Leistungsfähigkeiten bei Einzelakkumulatoren von 60Ah bis 250Ah an. Wichtig ist, dass alle Bauteile, Module, Wechselrichter und Akkumulatoren genau auf einander abgestimmt sind. Daher ist die Beratung durch einen Fachbetrieb für Laien ratsam. Auf dem Markt finden sich in jeder Region qualifizierte Solarfirmen die ihnen bei Planung und Kauf mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Um z.B. in einem Wochenendhaus 2 Energiesparlampen mit 18 W Leistung ca. 4 Std. täglich  und ein TV Gerät  mit 60W Leistung ca. 2,5 Std. täglich zu nutzen und desweiteren eine Energiereserve für 4 Tage zuhaben, sollte man einen 110 Ah Akkumulator benutzen. Die Energiereserve sollte  für Tage mit wenigen oder keinen Sonnenstunden bereitstehen.


Wer noch mehr wissen möchte : wiki/Sonnenenergie