Strompreise & Entwicklung

Strompreise
 
1. Strom                                        
 
Strom gehört wie selbstverständlich zum menschlichen Alltag. Kaum jemand macht sich Gedanken, schaltet er das Licht an, schaut er Fernsehen, nutzt er den Computer, die Kaffeemaschine, den elektrischen Rasenmäher und dergleichen. Der Strom fließt einfach.
 

Stromtarife und Strompreise vergleichen und Geld sparen:

Jüngst erst ging eine Aufruhr durchs gesamte Land, weil die Strompreise einen deutlichen Anstieg erfuhren. Vor allem die Großanbieter spielten in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Nur dank einiger kleinerer Anbieter konnte eine noch größere Preissteigerung verhindert werden. Doch im Zuge der steigenden Energiekosten wird der Strompreis auch in Zukunft weiter angehoben werden.
 
Deshalb ist es gut, dass sich viele Wissenschaftler und Energieversorger bereits seit einigen Jahren um Alternativen kümmern. Die Industrie und Entwicklung hält dadurch bereits einige anerkennenswerte Produktgruppen für den Endverbraucher bereit. Am wohl bekanntesten ist in diesem Zusammenhang die Photovoltaikanlage. Natürliches Sonnenlicht wird dabei in Strom umgewandelt. Aber auch Wasserkraft und Windkraft können heute effektiv zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
 
Der Strompreis unterliegt generell dem freien Wettbewerb. Doch gehören die vorhandenen Stromnetze oftmals großen Anbietern, die schon fast ein Monopol bilden. Bei einer Nutzung durch konkurrierende Anbieter werden dafür Kosten erhoben. Dieser Zustand wiederum wird staatlich kontrolliert, damit ein einigermaßen fairer Handel stattfindet. Das Energiewirtschaftsgesetz dient dabei als gesetzlicher Handlungsrahmen.
 
1.1. Stromgebrauch                                  
 
Der Gebrauch von Strom ist vor allem in der Menge äußerst unterschiedlich. Ein Privathaushalt benötigt weit weniger Strom als ein Gewerbebetrieb. Dieser wiederum kann mit dem Verbrauch einer Fertigungsanlage nicht mehr mithalten. Die Kette kann endlos gesponnen werden und erfordert natürlich entsprechende tarifliche Anpassungen in Form von so genannten Tarifgruppierungen.
 
Der Stromverbrauch wird mittels Stromzählern festgehalten. Hier stehen je nach Größenordnung von Haus oder Gewerbe die jeweiligen Geräteausführungen dem Endverbraucher zur Verfügung. Dabei kann man einzelne Elektrogeräte mit speziellen Energiekostenmessgeräten überprüfen. Energieeffizienz ist dadurch besser überprüfbar.
 
Der Stromgebrauch im Privathaushalt hängt in erster Linie mit einer Vielzahl von Kleingeräten zusammen. Dazu zählen unter anderem der Elektrorasierer, die Spielkonsolen der Kinder, der morgendliche Radiowecker, der Toaster, der Kühlschrank, der Backofen, die Mikrowelle und einiges mehr. Die Strommenge ist dabei von unterschiedlichsten Faktoren abhängig. Zum einen, über welche Energieklasse (idealer Weise A) die Geräte verfügen. Zum anderen von der Anzahl der im Haushalt lebenden Menschen und der Häufigkeit und Länge der Stromnutzung.
 
Bei kleinen Gewerbebetrieben befinden sich beispielsweise eine Werkstatt, die Büroräume, Klimaanlage und Beleuchtung usw. Öffnungszeiten, Fertigungsaufträge und ähnliches bestimmen dabei den Stromverbrauch. Der zu zahlende Stromendpreis kann hier beispielsweise gesenkt werden, indem Arbeitsvorgänge rational gebündelt werden.
 
Die Industrie kämpft mit enormen Strombelastungen. Der Gebrauch der Stromkapazitäten ist oft auf einen 24-Stunden-Schichtbetrieb ausgelegt. Die Maschinenleistungen müssen allein aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschöpft werden. Der Stromgebrauch steht der Gewinnorientierung gegenüber. Letztendlich ist eine exakte Kalkulation maßgebend. 
 
1.2. Stromanbieter                        
 
In jeder Region Deutschlands sind bestimmte Stromanbieter vertreten. Hinzu kommen überregionale und auch ausländische Angebote. Eigentlich eine grundlegend gesunde Preissituation, gäbe es nicht einige Fallstricke. Diese haben sich im Laufe der Jahre im Energiemarkt eingeschlichen und sorgen dafür, dass der Endverbraucher kräftig zur Kasse gebeten wird.
 
In der Bundesrepublik sind zur Zeit in etwa 900 Anbieter am Strommarkt vertreten. Wobei dreiviertel des Marktpotenzials auf 4 Großanbieter verteilt ist. Diese halten zeitgleich bei einigen Kleinanbietern ebenfalls Mehrheitsanteile. Trotzdem ist es ratsam, sich unterschiedlichste Offerten unterbreiten zu lassen, um am Ende den günstigsten Tarif zu erhalten.
 
Energieversorger und ihre Preise sind über das Internet bequem ausfindig zu machen. Vergleichstabellen und Berechnungsprogramme einzelner Stromanbieter erlauben eine sehr gute Recherche. So kann vor einem möglichen Wechsel selbständig eine Auswahl der in Frage kommenden Unternehmen getroffen werden.
 
Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind auch dadurch gegeben, dass die einen den Strom selber erzeugen und im Stromnetz verteilen, die anderen bereits erzeugten Strom aufkaufen und diesen weiterleiten.
 
1.3. Strompreis                              
 
Der Strompreis unterliegt dem wirtschaftlichen Wettbewerb und somit einer aktiven Konkurrenz. In seiner Zusammensetzung unterliegt er einzelnen Preissegmenten, die am Ende den Komplettpreis ergeben. Dazu zählt zunächst einmal die Stromerzeugung. Sie richtet sich je nachdem, ob diese im Stromunternehmen selbst erfolgt oder mittels Zulieferung gewährleistet wird. Im Anschluss daran lautet die Preisfrage, ob der Stromlieferant gleichzeitig Netzbetreiber ist oder aber an einen solchen Netzgebühren entrichten muss.
 
Für den Endverbraucher eindeutig relevant sind die verbrauchten Kilowattstunden. Der Grundpreis setzt sich aus vorherigen Faktoren sowie den notwendigen Verwaltungskosten (Rechnungsstellung, Stromzähler ablesen, usw.) zusammen. Die Vergangenheit zeigt, dass der Strompreis eng an die preise für Öl und Erdgas gekoppelt ist: steigen hier die Preise, müssen auch Stromkunden tiefer in die tasche greifen.
 
Es kann auch festgestellt werden, dass der herkömmliche Haushaltsstrom weitaus teuerer pro Kilowattstunde angesetzt wird als beispielsweise der Industrie- und Gewerbestrom. Dies rechtfertigt sich aber allein schon durch die Tatsache, dass Großabnehmer in allen Wirtschaftssegmenten günstigere Preise einberaumt bekommen. Schließlich sollte der Grundgedanke bei den Bürgern zum Tragen kommen, dass unsere Wirtschaftsunternehmen zumindest an dieser Stelle nicht noch stärker belastet werden. So besteht am Ende eine Chance, an der globalisierten Wirtschaftslage aktiv teilhaben zu können. Zumal Privathaushalte das teure Niederspannungsnetz benutzen müssen (geringe Liefermengen möglich) und ein Teil der Industrie aufgrund eines immensen Verbrauchsbedarfs auf günstige Hochspannungsnetze direkt zugreifen können.
 
Sonderpreise unterliegen immer separaten Verhandlungen mit den Stromanbietern, die in der Regel bestimmter Voraussetzungen bedürfen. Ein Beispiel dafür ist die Stahlindustrie und deren Stromverbrauch.
 
2. Solarstrom                                        
 
Der Solarstrom ist im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien zu sehen und im gleichen Atemzug mit Wasserkraft und Windenergie zu benennen. Betrachtet man jüngst die Umwandlung von einigen landwirtschaftlichen Nutzflächen in so genannte Voltaik-Felder, bleibt das Staunen darüber nicht aus. Nach den Windrädern und Wasserkraftwerken eine völlig neue Art der alternativen Energienutzung für die Menschen.
 
Der Begriff Ökostrom, oft synonym für Solarstrom verwendet, bedeutet einerseits, dass Endverbraucher Strom aus alternativen Energiequellen beziehen können und sich somit auch ihr Strompreis anders als gewohnt zusammensetzt. Vielerorts ist es sogar möglich, dass Privatpersonen überschüssigen Solarstrom ins Stromnetz einspeisen, den sie beispielsweise mittels einer Photovoltaikanlage gewonnen haben.
 
Die Sonne stellt nach menschlichem Ermessen eine unerschöpfliche Energiequelle dar. Ihr Licht wird mittels einer Voltaikanlage, die so genannte Solarzellen zum Auffangen der Sonnenenergie integriert hat, in Gleichstrom gewandelt.
 
Immer mehr Leuchtkörper in der Öffentlichkeit werden heutzutage mit Solarstrom betrieben. Dazu zählen Straßenlaternen, beleuchtete Parkautomaten, Parklichter, usw. Achtet man einmal bewusst auf dieses Detail, ist man erstaunt über die Vielfältigkeit.
 
2.1. Solarstrompreise                              
 
Die Solarstrompreise unterliegen einer vollkommen anderen Zusammensetzung als die Preise für herkömmlichen Haushaltsstrom. Entschließt man sich für eine eigene Voltaikanlage am Haus, dann muss damit gerechnet werden, dass sich die Anschaffungskosten nach ungefähr 10 bis 15 Jahren amortisiert haben. In der Kalkulation müssen staatliche Bezuschussungen, Zinsleistungen für Darlehen, Eigenbedarf usw. berücksichtigt werden.
 
Die Rückvergütung für Stromlieferungen werden unterschiedlich in der Preishöhe verrechnet. Freistehende Anlagen, z.B. auf Feldern, erzielen bis zu 40% geringere Einnahmen als die Stromerzeugung auf bereits bestehenden Hausdächern und ähnlichem. Zudem werden die Einspeisevergütungen mit den Jahren ständig reduziert (durchschnittlich 5%). Dies bedeutete in letzter Zeit leider einen Rückgang bei den Anlageninvestitionen, dem wieder gegengesteuert werden sollte. Schließlich handelt es sich überdies um einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.
 
Im Moment liegt der Vergütungspreis bei etwa 45 Cent pro Kilowattstunde. Dazu gibt es eine Preisgarantie durch das EEG - Erneuerbare Energie Gesetz. Der reguläre Strompreis (Kernkraft) beträgt im Durchschnitt 20 Cent pro Kilowattstunde. Somit kann mit einer Solarstromanlage auf jeden Fall nicht nur der Eigenbedarf gedeckt, sondern gleichzeitig ein monatlicher Gewinn erzielt werden.
 
2.2. Solarstromeinsatz                            
 
Der Solarstrom kann generell als Ersatz für den herkömmlichen Strom auf Basis der Kernkraftenergie genommen werden. Zumal die Natur die Energie Sonne kostenfrei liefert und ausschließlich die Anlage einen zunächst einmaligen Kostenfaktor darstellt. Nachdem aber die Zuverlässigkeit der Markengeräte bereits unter Beweis gestellt werden konnte, ist kaum mit größeren Reparaturarbeiten in den ersten Jahren zu rechnen. Meist werden zusätzlich lange Garantiezeiten (in etwa 10 Jahre) zwischen dem Handwerker und dem Auftraggeber schriftlich vereinbart.
 
Auch kann Solarstrom für mobile Geräte Verwendung finden. Bei Taschenrechnern ist das Prinzip schon lange standardisiert. Immer mehr Beleuchtungskörper, Fahrzeuge, Elektrogeräte und dergleichen verfügen über die Nutzungsmöglichkeit von Solarstrom. Ebenfalls kann der Solarstrom im Bereich Heizung und Warmwasser seinen Einsatz finden - z.B. in Kombination mit einer Wärmepumpe.
 
3. Stromabrechnung                           
 
Der ausgewählte Stromanbieter bzw. Stromlieferant rechnet bei Privathaushalten normalerweise im Turnus von zwei Monaten einen bestimmten Durchschnittsbetrag für den Verbrauchsstrom ab. Dieser errechnet sich aus dem Stromverbrauch des Vorjahres und wird beispielsweise per Lastschrifteinzug vom Bankkonto abgebucht. Einmal jährlich wird der Stromverbrauch am geeichten Stromzähler des Haushalts durch einen Mitarbeiter des Stromlieferanten abgelesen bzw. kontrolliert. Anhand des Ergebnisses wird eine Jahresabrechnung erstellt, die die neue Grundlage für die Stromberechnung des Folgejahres darstellt. Der Privathaushalt muss dabei mit einer Rückvergütung oder Nachzahlung - je nach Verbrauchsvolumen - rechnen. Die Abrechnungen an sich müssen sämtliche preisrelevanten Details (z.B. Vorjahresverbrauch, aktueller Verbrauch, Einzelkosten, Steuern, usw.) laut Gesetzesvorschrift enthalten und zudem leicht verständlich dargelegt sein.
 
Bei kleineren Gewerbebetrieben ist die Stromabrechnung ähnlich der privaten Haushalte gestaffelt. Die Großindustrie bekommt einen günstigeren Grundpreis, muss aber oftmals noch für die Bereitstellungsgarantie einen so genannten Leistungspreis bezahlen. In der Regel werden innerhalb der Industrie und den Stromanbietern individuelle Verhandlungen geführt. Die Abrechnung erfolgt dann üblicher Weise im monatlichen Rhythmus mit verbrauchsgenauer Angabe. 
 
Der Stromlieferant bzw. das zuständige Energieversorgungsunternehmen verrechnet die geltenden Steuersätze (Stromsteuer, Mehrwertsteuer) mit der für sie zuständigen Finanzbehörde. Diese wiederum achten genauestens auf die jeweiligen Einkünfte, da die Steuereinnahme an dieser Stelle mehreren Milliarden Euro entspricht.
 
3.1. Stromlieferung                      
 
Der Stromlieferant garantiert dem Endverbraucher vertraglich die ständige Stromlieferung. Diese Leistungsgarantie ist im gültigen Energiewirtschaftsgesetz (Neufassung 2005) niedergeschrieben. Sollte es dem Grundversorger einmal nicht möglich sein Strom zu liefern, wird ein Ersatzversorger einspringen, der vom Grundversorger beauftragt wird. Der Endverbraucher ist davon in Kenntnis zu setzen. Die Inhalte des Liefervertrages ändern sich dadurch allerdings nicht.
 
Stromanbieterverträge können, soweit nichts anderes schriftlich vereinbart wurde, mit einer Frist von einem Monat, zum kommenden Monatsende gekündigt werden. Auf diese Weise sind Anbieterwechsel bei drastischen Preiserhöhungen kein Problem mehr. Die Stromkonzerne sind seitdem bemüht, den Kundenstamm besser zu betreuen. Immer mehr Zusatzleistungen werden angeboten, wie z.B. Einsparmessungen vor Ort, Beratungsgespräche, Informationsveranstaltungen, usw. Aber auch der Stromlieferant hat die Möglichkeit zur Kündigung, falls Zahlungen ausstehen oder Manipulationen mit dem Stromzähler erfolgten, etc.
 
Ferner beeinflusst die Strombörse den Strompreis und die Stromlieferung. Der Stromhandel an der Börse wurde erst mit dem Fall der allerorts üblichen Monopolstellungen interessant. Überwiegend Kleinanbieter kaufen hier für ihre Endkunden die notwendigen Strommengen zu möglichst günstigen Preisen ein.
 
3.2. Stromtarife                 
 
Der jeweils geltende Stromtarif ist von der verbrauchten Strommenge abhängig. Somit erfolgt eine Einteilung nach privaten Haushalten und Kleingewerben sowie der Industrie. Hinzu kommen einzelne Ausnahmetarife, die gesonderten Verhandlungen zwischen dem Stromlieferanten und dem Kunden unterliegen. Ebenfalls gibt es bei den einzelnen Stromkonzernen unterschiedliche Stromtarife bzw. Spartarife. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist der Verbrauch von Dreh- oder von Wechselstrom. Ab und an wird die Mischform beider Stromarten gewählt.
 
Die Stromsteuer wird aufgrund des tatsächlichen Verbrauchs errechnet und dient gleichzeitig der Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherungen. Der Solarstrom sowie sonstige Stromerzeugungen aus erneuerbaren Energien (z.B. Windkraft) ist von der Stromsteuer befreit. Man will dadurch seitens der Regierung nochmals ein Zeichen für einen aktiven Umweltschutz setzen. Gewerbetreibende sowie die Land- und Forstwirtschaft können überdies noch eine Steuerentlastung, teilweise auch Steuerbefreiung, beantragen.
 
Des Weiteren unterliegt der gewählte Stromtarif der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Unternehmen können diese innerhalb der Steuerabrechnung wieder geltend machen. Der private Endverbraucher muss diesen Betrag von derzeit 19% jedoch vollständig bezahlen. Übrigens: wussten Sie, dass etwa 40 Prozent des Strompreises Steuern ausmachen?
 
4. Fazit
 
Der Strompreis und seine Preisschwankungen sind für die Endverbraucher nicht immer nachvollziehbar. Es ist ärgerlich, wenn die Stromkonzerne aus zumeist reiner Gewinnorientierung extreme Preissteigerungen von jüngst bis zu 10 % in die Diskussion einbringen. Zumal dies wiederum eine wirtschaftliche Schwächung für den Einzelhandel nach sich zieht.
 
Strom ist für alle Menschen zu einer Notwendigkeit geworden, um den üblichen Alltag reibungslos zu überstehen, sei es im Beruf oder auch im Privaten. Deshalb ist es von Zeit zu Zeit ratsam, Preisvergleiche anzustellen. Hierbei bietet gerade das Internet sehr gute Recherchemöglichkeiten und Kalkulationsbeispiele.