Stromkosten und der Strommarkt

Stromkosten
 
1. Allgemeine Informationen
 
In den letzten Jahren sind die Preise für Energie enorm gestiegen. Vor allem die Stromkosten und die Rohstoffe sind von dieser Entwicklung stark betroffen. Auf der anderen Seite verbrauchen wir heute mehr Energie als jemals zuvor. Wir haben uns an diesen Luxus gewöhnt und machen in allen Bereichen unseres Lebens Gebrauch von diesem Angebot. Heutzutage braucht niemand mehr in seiner Wohnung frieren und warmes Wasser ist in unserem Land selbstverständlich. Unser Essen können wir kühlen und bei der Herstellung vieler Waren greifen wir auf gewaltige Energieressourcen zurück. Körperlich schwere Arbeit ist in den letzten Jahren immer einfacher geworden und die verschiedensten Maschinen haben uns in den meisten arbeitsintensiven Bereichen bereits abgelöst. Wir können jeden Gegenstand um die gesamte Welt transportieren und sind über ein elektronisches Netz miteinander verbunden. Innerhalb kürzester Zeit kann man heute jeden Punkt der Erde erreichen und wir legen in unserem Leben unzählige Kilometer zurück. Alle diese Tätigkeiten brauchen viel Energie, die produziert, verteilt und verwaltet werden muss. Dieser Aufwand ist mit Kosten verbunden, die natürlich refinanziert werden müssen.
 
Stromtarife und Strompreise vergleichen und Geld sparen:

Der Begriff Energie erscheint auf den ersten Blick ein wenig abstrakt, aber rein formal kann man Energie als eine Erhaltungsgröße definieren, die über besondere Eigenschaften verfügt. Energie kann nicht vernichtet sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Das Bestreben des Menschen ist es nun, die Energie in eine für ihn brauchbare Form zu überführen. Einige dieser Formen sind zum Beispiel Benzin oder Strom. Diese Energieträger machen dieses flüchtige Gut transportabel und speicherbar. Die Herstellung dieser Formen von Energie ist ein sehr komplexer Prozess, der dazu auch noch sehr hohe Kosten verursacht.
 
2. Der Strommarkt
 
Der Strommarkt in Deutschland besitzt einen sehr komplexen Aufbau und besteht aus vielen kleinen und großen Unternehmen und Organisationen. Für einen Beobachter, der dieses Beziehungsgeflecht nicht genauer kennt, erscheint dieses Gebilde aus Konzernen, Versorgern, Gesellschaften und Kooperationen sehr kompliziert und undurchschaubar. Selbst Profis dieser Branche haben ab und zu Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Im Zentrum dieses Netzes stehen die großen Stromversorger und Netzbetreiber. Hiervon gibt es in Deutschland mehrere hundert, aber der gesamte Markt wird von vier Unternehmen kontrolliert. Diese Firmen decken 80% des deutschen Bundesgebietes ab und ihnen gehören die überregionalen Stromnetze. RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall verteidigen ihre Positionen und bauen ihren Einflussbereich stetig aus. Sie betreiben neben dem Stromnetz auch viele Kraftwerke und übernehmen auch die regionale Versorgung. In Deutschland wurde in den letzten Jahren heftige Kritik an diesen Unternehmen geübt, die so der Vorwurf, ihre zentrale Marktstellung monopolitisch ausnutzen würden. Wenn es um das Thema Stromkosten geht, sind diese Konzerne einer der gewichtigsten Faktoren in diesem Geflecht. In den lokaleren Gebieten haben sich mittlerweile auch kleinere Stromlieferanten etablieren können, die wenn es um die Stromkosten geht durchaus eine Alternative sein können.
 
Der gesamte Strommarkt unterliegt einer gewaltigen Dynamik, denn viele verschiedene Einflussfaktoren wirken auf diesen ein. Zum einen kommt es sehr häufig zu neuen Verordnungen, Gesetzen oder anderen politischen Einflüssen, die sich an diesem Markt beteiligen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der permanente technische Fortschritt, der ständig auf diesen Markt einwirkt. Zu guter Letzt sollte man die globalen Prämissen nicht vernachlässigen. Energie, besonders Strom und fossile Energieträger, gehören mittlerweile zu einer weltweit gehandelten Ware.
 
All diese Einflüsse bestimmen die Stromkosten und um diese zu senken, sollte man sich mit diesen Themen auseinandersetzten. In den letzten Jahren entstanden viele Billiganbieter und Discounter auf den Strommarkt, die gerade im kleineren regionalen Umfeld aktiv sind. Diese Alternativen sollten ebenfalls überprüft werden.
 
3. Die verschiedenen Stromtarife
 
Die Unternehmen in der Strombranche bieten heute viele verschiedene Tarife an, die jeden Kundenwunsch abdecken können. In den letzten Jahren sind vor allem die Billigstromanbieter sehr populär geworden. Wenn man ein Produkt kauft, erwartet man eine entsprechende Qualität und ist dafür dann auch bereit etwas mehr zu bezahlen. Beim Strom ist das ein wenig anders. Die Qualität des Stroms der ausgeliefert wird ist in jedem Fall dieselbe, egal wie viel dafür bezahlt wird. Diese Einsicht konnte sich bei den Verbrauchern in den letzten Jahren durchsetzen und diese Entwicklung hat den gesamten Strommarkt belebt. Wenn man die Ersparnisse im Bereich des Stroms auf ein ganzes Jahr hochrechnet, so kann man unter Umständen mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen. Im Internet kann man sich heute schnell und einfach über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und vergleichen. Immer häufiger kann man auch über das Internet einen Wechsel vornehmen, was diesen Prozess deutlich vereinfacht hat.
 
Es gibt heute viele verschiedene Tarife, die zum Beispiel auf bestimmte Verbrauchergruppen zugeschnitten sind. Gewerbliche Verbraucher haben andere Anforderungen als zum Beispiel ein Familienhaushalt. Aber auch zwischen Singlehaushalten und Familien gibt es schon große Unterschiede. Jeder dieser Kunden kann einen Stromtarif wählen, der genau an die geforderten Leistungen angepasst ist. Darüberhinaus ist es auch möglich zu wählen, welche Energieart man haben möchte. So kann man ausdrücklich eine erneuerbare Energiequelle buchen, um so diese Technologie zu fördern und mit den vorhandenen Ressourcen vernünftiger umzugehen. In den letzten Jahren konnten vor allem auf diesem Forschungsgebiete viele Fortschritte erreicht werden, die uns nachhaltig helfen werden. Mit der Auswahl des richtigen Stromtarifs kann der Kunde großen Einfluss auf die zukünftigen Entwicklungen nehmen und natürlich viel Geld sparen.
 
3. Entwicklung der Energiepreise
 
In den Medien hört man heute sehr viel über die Entwicklung der Energiepreise. Es kam beim Erdöl und beim Strom in den letzten Jahren zu massiven Preisanstiegen, die verschiedene Ursachen haben. Wenn man nun nur einmal die letzten paar Monate beobachtet, kann man feststellen, dass es zu dramatischen Veränderungen kam. Sogar in den privaten Haushalten bemerkt man nun dieses Preiswachstum der Stromkosten und hat bemerkt, dass man heute deutlich mehr in diesem Bereich ausgeben muss, um die gleiche Leistung zu erhalten. Die Preise in diesem Marktsegment unterliegt auch extremen Schwankungen, die es den Verbrauchern unter Umständen erlauben viel Geld einzusparen.
 
Wenn man Experten nach den Ursachen der gestiegenen Energiepreise frägt, bekommt man meiste viele Antworten. Zum einen wird der Preis vom Angebot und der Nachfrage bestimmt. In den letzten Jahrzehnten stieg die Nachfrage gewaltig, während das Angebot eine deutlich schwächere Steigerung erfuhr. Insgesamt betrachtet führte diese Knappheit zu einem deutlich höheren Preis. Doch dies ist nicht die einzige Ursache. Die globale Situation hat sich in den letzten Dekaden sehr verändert. Menschenreiche Schwellenländer wie China und Indien drängen auf den Weltmarkt und gewinnen immer mehr an Einfluss. Darüberhinaus sind Länder, die über große Erdölvorkommen verfügen, selten politisch stabil. Kriege, Korruption und autoritäre Regime wirken sich nachteilig auf die Energiepreise aus. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Spekulanten auf den Rohstoffmärkten, die den Preis künstlich in die Höhe treiben, um eine bessere Rendite zu erwirtschaften.
 
Um unsere Abhängigkeit zu minimieren muss Deutschland in regenerative Energien investieren. Mit einem derartigen Schritt können wir die Energiepreise im Allgemeinen und die Stromkosten im Speziellen positiv beeinflussen.
 
3. Zusammensetzung der Stromkosten
 
Im Allgemeinen sind die Stromkosten für den normalen Verbraucher nicht einfach zu durchschauen und sie setzen sich aus sehr vielen einzelnen Posten zusammen. Die Einheit für die Abrechnung ist die Kilowattstunde. Eine Kilowattstunde ist die Energie, die ein Gerät mit 1000 Watt in einer Stunde verbraucht. Diese Einheit wurde in der Energiebranche zum einfacheren Verständnis eingeführt und entspricht 3,6 Megajoule.
 
Die verschiedenen Faktoren, die die Stromkosten beeinflussen sind die Kosten für die Stromerzeugung, die bei den regenerativen Energien höher sein können. Kraftwerke sind an relativ teure Investitionen gebunden und benötigen eine Menge Personal sowie Rohstoffe. Daneben müssen die Kosten für das Stromnetz beachtet werden, die von den Netzbetreibern abgerechnet werden. Die Netzbetreiber investieren Geld in die Modernisierung und den Erhalt unseres Netzes, damit die Versorgung der Verbraucher auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Hier fallen besonders der Transport und die Verteilung des Stroms ins Gewicht. Ein weiterer Aspekt ist die Messung und der Stromzähler, die weitere Ausgaben verursachen. Die Verwaltung und Pflege dieser Komponenten ist ein kleinerer aber nicht zu unterschätzender Gesichtspunkt. Zu diesem daraus entstandenen Betrag werden dann noch Steuern und weitere Abgaben hinzugerechnet, die ebenfalls einen hohen Anteil ausmachen können. Neben der Stromsteuer werden weitere Konzessionsabgaben und natürlich die Mehrwertsteuer hinzugerechnet.
 
Diese ganzen Größen beeinflussen nun die Stromkosten und gerade bei einem sehr hohen Verbrauch können sehr hohe Beträge fällig werden. Wenn man sich nun über die einzelnen Angebote gründlich informiert und sorgfältig auswählt, kann man innerhalb kürzester Zeit viel Geld sparen.
 
6. Stromkosten vergleichen
Jeder Haushalt dürfte inzwischen bemerkt haben, dass er für Strom deutlich tiefer in die Tasche greifen muss. Um jedoch festzustellen, ob man nun wenig oder viel bezahlt, benötigt man Vergleichswerte, die es uns erlauben eine Orientierung zu finden. Um an relevante Vergleichswerte zu kommen, kann man verschiede Quellen heranziehen. Zum einen ist es möglich Bekannte und Verwandte nach ihrem Verbrauch und ihrem Tarif zu befragen. Die hier gewonnen Daten sind jedoch nicht wirklich repräsentativ und ob der günstigste Tarif eingesetzt wurde, ist ebenfalls fraglich. Eine effizientere Möglichkeit für einen Vergleich bietet das Internet. Hier gibt es verschiedene Services, die anhand verschiedener Benutzereingaben den besten Tarif berechnen. Der Umfang solcher Angebote ist meistens ziemlich groß und man kann zwischen vielen verschiedenen Angeboten wählen. In Deutschland gibt es circa 800 verschiedene Stromanbieter, die jeweils auch andere Tarifstrukturen haben. Darüberhinaus ist nicht jeder Anbieter im gesamten Bundesgebiet verfügbar, weshalb derartige Vergleiche durchaus sinnvoll sind.
 
Die Auswahl sollte stets sorgfältig geprüft werden und man sollte dann in Ruhe eine Entscheidung fällen. Letztendlich liegt dies in der Hand des Verbrauchers, doch mit seiner Entscheidung kann er großen Einfluss auf die Zukunft der deutschen Stromlandschaft ausüben. Wollen wir einfach nur günstigen Strom oder wollen wir die Chancen der regenerativen Energien nutzen, um von der Nachhaltigkeit zu profitieren.
 
7. Stromanbieter, Wechsel und Auswahl
 
In Deutschland gibt es insgesamt über 800 Stromanbieter, die um die Gunst der Kunden kämpfen. Die Kunden können seit der Liberalisierung des Strommarktes frei entscheiden, wem sie ihre Stromversorgung anvertrauen. Im Internet kann man schnell die einzelnen Stromtarife vergleichen und sich einen Überblick verschaffen. Man übersendet persönliche Angaben zum eigenen Stromverbrauch und ein Server präsentiert die individuell günstigsten Anbieter. Daraufhin kann man alle vorhandenen Angebote prüfen und in einem nächsten Schritt über einen Wechsel nachdenken. Ist die Entscheidung für einen Wechsel gefallen, sollte man diesen Prozess initiieren.  
 
Man übersendet dem neuen Stromanbieter einen Antrag, in dem man diesen mit der neuen Stromversorgung beauftragt. Bei den meisten Stromversorgern kann man dies über das Internet abwickeln. Der neue Anbieter übernimmt im Allgemeinen auch die Kündigung beim alten Anbieter und innerhalb weniger Wochen ist der ganze Vorgang erledigt. Man braucht in diesem Zusammenhang keine Angst zu haben, dass man plötzlich im Dunkeln sitzt, denn die Versorger haben die Pflicht den Kunden mit Strom zu versorgen.
 
Der Wechsel zu einem anderen Stromanbieter ist im Allgemeinen sehr einfach und lässt sich schnell abwickeln. Innerhalb kürzester Zeit kann man auf diese Weise sehr viel Geld sparen und die Preispolitik der Konzerne beeinflussen. Wenn man nun als Verbraucher die regenerativen Energien fördern möchte, kann man dies mittel eines Wechsels zu einem entsprechenden Anbieter ebenfalls tun. Immer mehr Menschen machen von ihrem relativ jungen Recht zu wechseln Gebrauch und helfen damit den zukünftigen Markt weiter zu entwickeln.
 
8. Stromkosten sparen
 
Wenn man die eigenen Stromkosten reduzieren möchte, sollte man zwei verschiedene Dinge tun. Zum einen sollte man zu einem günstigeren Anbieter wechseln und zum anderen sollte man beginnen, sinnvoll Strom zu sparen. Im Allgemeinen wird darunter nicht verstanden, dass man abends im Dunkeln sitzt und keine Geräte mehr benutzen soll. Man kann auch Strom sparen, indem man unnötigen Verbrauch ausschließt. Diese Optimierung ist in nahezu jedem Haushalt möglich und fällt nicht besonders schwer. Dennoch kann man auf diese Weise mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen.
 
In der Küche gibt es ein besonders großes Einsparpotential. Kühlschrank, Gefriertruhe, Herd und Backofen zählen zu den größten Verbrauchern im Haushalt. Man sollte nun mit diesen Geräten vernünftig umgehen und zum Beispiel die Türe des Kühlschranks nicht unnötig offen stehen lassen. Daneben kann man bei der Neuanschaffung von Geräten darauf achten, dass man die Anschaffung solcher Produkte bevorzugt, die einen geringeren Energieverbrauch haben. Dies gilt generell für alle Geräte in einem Haushalt, zum Beispiel auch für die Waschmaschine und den Fernseher. Bei der Unterhaltungselektronik sollte man vor allem darauf achten, dass diese sich nicht immer im Standby-Modus befinden, sondern komplett vom Stromnetz abgekoppelt werden.
 
Mit diesen relativ einfachen Maßnahmen kann man eine Menge Strom einsparen und dadurch die eigenen Stromkosten insgesamt senken.