Strom Kosten sparen

Strom sparen
 
1. Allgemeine Informationen
 
Unzählige Bundesbürger beschweren sich über die hohen Stromkosten. Vor allem wenn die ungeliebte Jahresabrechnung ins Haus flattert, ist das Gejammer groß. Dennoch unternehmen nur die wenigsten Leute etwas, um ihren Stromverbrauch zu senken. Ist der entsprechende Betrag erst einmal überwiesen, wird das Ärgernis mit den Stromkosten schnell wieder vergessen und man wendet sich den üblichen Gewohnheiten zu. Gerade dabei entstehen Stromkosten, die bei der nächsten Jahresabrechnung einen weiteren Schock verursachen. Doch wer denkt beim Kochen schon an den Stromzähler? Wer beschäftigt sich gedanklich mit der Jahresabrechnung, während die Kleidung gewaschen wird? Letztendlich tun es nur die Wenigsten. Berücksichtigt man diese Tatsache, so erscheint der hohe Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts keineswegs verwunderlich.
 

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Dabei ist es so einfach, seine Stromkosten effektiv zu reduzieren. Die sparsamen Verbraucher müssen lediglich einige Gewohnheiten ablegen, worunter man im Alltag noch nicht einmal leiden wird. Ist man mit den verschiedenen Sparmaßnahmen erst einmal vertraut, so wird man sich automatisch fragen, warum die entsprechenden Vorkehrungen nicht schon viel früher getroffen wurden.
Möchte man eine weitere Kostenreduzierung erzielen, sollte über ein Wechsel des Stromanbieters nachgedacht werden. Dies wird zwar von vielen Verbrauchern als sehr problematisch angesehen, ist letztendlich jedoch überraschend einfach und innerhalb kürzester Zeit durchgeführt. So gesehen sind hohe Stromkosten ein Übel, welches verhindert werden kann.
 
2. Strom sparen im Haushalt
 
Die ersten Einsparungen sollten in der Küche vorgenommen werden. Hier ist es nämlich schon mit wenigen Änderungen möglich, die Stromkosten effektiv zu senken. Vor allem der Geschirrspüler stellt ein Haushaltsgerät dar, bei dem eine große Ersparnis zu erzielen ist. Schließlich handelt es sich dabei um einen richtigen Stromfresser, mit dessen Umgang diverse Fehler begangen werden. Für viele Menschen gehört es beispielsweise der täglichen Prozedur an, den Geschirrspüler einmal am Tag anzustellen. Möchte man den Stromverbrauch dieses Gerätes senken, sollte von dieser Gewohnheit abgesehen werden. Empfehlenswerter ist es, würde man erst einmal warten, bis das volle Fassungsvermögen ausgereizt ist. Dadurch kommt es zu weniger Benutzungen, was einen erheblichen Einfluss auf die letztendlichen Stromkosten hat. Eine weitere Einsparung wird bei diesem Gerät erzielt, wenn man stark verschmutztes Geschirr mit der Hand abwäscht. Dies gilt insbesondere für Pfannen, in denen fettige Mahlzeiten zubereitet wurden.
Überhaupt lassen sich beim Waschen erhebliche Einsparungen erzielen. Dies bezieht sich nicht nur auf das Geschirr, sondern auch auf die Kleidung. Genau wie beim Geschirrspüler sollte auch die Waschmaschine nur angestellt werden, sofern das maximale Füllgewicht erlangt wurde. Ist dies dann schließlich geschehen, greift man möglichst zu Waschmitteln, die bereits bei niedriger Temperatur wirksam sind. Dadurch wird es ermöglicht, die Wäsche mit einer geringeren Temperatur zu waschen, was mit einem geringeren Stromverbrauch verbunden ist. Nur bei sehr starken Verschmutzungen kann dieser positive Effekt nicht genutzt werden. Im Regelfall ist jedoch eine solche Einsparung möglich.
 
Eine nicht ganz so erhebliche aber dennoch sehr willkommene Einsparung wird ermöglicht, sofern man auch im Umgang mit dem Herd ein cleveres Verhalten an den Tag legt – vorausgesetzt es handelt sich dabei nicht um einen Gasherd. Ein geringerer Stromverbrauch lässt sich hierbei erzielen, wenn die sogenannte Restwärme genutzt wird. Dabei wird der Herd frühzeitig ausgestellt, die Nahrungsmittel kochen aber weiter. Dieser positive Effekt kann allerdings nur erzielt werden, wenn sich auf den betreffenden Töpfen ein Deckel befindet.
In manchen Fällen kann sogar gänzlich davon abgesehen werden, den Herd anzustellen. Dies gilt insbesondere am frühen Morgen. Häufig wird der Herd dazu eingeschaltet, um ein paar Frühstückseier zuzubereiten. Würde man dies mit Hilfe eines Eierkochers tun, würde der Stromverbrauch erheblich geringer ausfallen. Hohe Anschaffungskosten müssen bei der Anschaffung eines solchen Gerätes nicht befürchtet werden.
 
Natürlich darf bei dem Wunsch nach geringeren Stromkosten keinesfalls außer Acht gelassen werden, welch großen Verbrauch die Kühl- und Gefrierschränke verursachen. Vor allem ältere Geräte sind wahre Stromfresser und sollten daher ausgetauscht werden. Beim Neukauf sollte allerdings keinesfalls der Fehler begangen werden, lediglich nach einem günstigen Preis zu suchen. Stattdessen sollte das Hauptaugenmerk auf die Energieklasse gerichtet werden. Hierbei unterscheidet man zwischen sechs verschiedene Klassen, die zwischen A und F eingeordnet werden. Den geringsten Stromverbrauch verursachen hierbei die Geräte der A - Klasse. Auch wenn diese Kühl- und Gefrierschränke am teuersten sind, können sie jedem Verbraucher empfohlen werden. Denn selbst wenn der Preis erst einmal hoch erscheint, kommt man durch den geringen Stromverbrauch letztendlich am günstigsten weg.
Wird das neue Gerät dann schließlich geliefert, stellt sich die Frage nach der optimalen Positionierung. Hierbei sollte ein Zimmer bevorzugt werden, in dem eine kühle Raumtemperatur herrscht. Dies hat nämlich die Auswirkung, dass den Kühl- und Gefrierschränken weniger Leistung abverlangt wird. Aufgrund dieser Tatsache muss dringend davon abgeraten werden, diese Geräte in der Nähe einer Wärmequelle aufzustellen. Befindet sich der Kühlschrank z.B. direkt neben dem Herd, so ist dies zwar sehr angenehm, letztendlich aber auch mit erhöhten Stromkosten verbunden.     
 
3. Strom sparen bei der Beleuchtung
 
Die Beleuchtung nimmt einen großen Teil des gesamten Stromverbrauchs in Anspruch. Erfreulicherweise handelt es sich hierbei aber um einen Bereich, in dem Einsparungen problemlos zu vollziehen sind. Eine echte Empfehlung stellt hierbei der Kauf von den sogenannten Energiesparlampen dar. Diese sind nämlich nicht nur qualitativ hochwertig, sie verbrauchen auch sehr wenig Strom. Dieser positive Effekt ist mit der optimalen Lichtausbeute zu erklären. Während normale Glühlampen gerade einmal 12 Lumen pro Watt erreichen, besticht eine Energiesparlampe mit ganzen 60 Lumen. Zusätzlich kommt der Vorteil hinzu, dass die Lebenserwartung einer Energiesparlampe weit über die einer gewöhnlichen Glühlampe liegt.
Dennoch könnte es für den Verbraucher erst einmal eine Umstellung sein, solche Lampen in Benutzung zu haben. Die maximale Helligkeit wird nämlich erst nach einer kleinen Verzögerung erreicht. Wie lange diese Anlaufzeit dauert, ist bei jedem Modell unterschiedlich. Während hochwertige Energiesparlampen nicht einmal eine Sekunde benötigen, kann es bei anderen Modellen ganze zwei Minuten dauern.
Möchte man sich mit dieser Anlaufzeit nicht plagen, aber dennoch die eigenen Stromkosten senken, fällt die Wahl auf die sogenannten Leuchtstofflampen. Auch hier besticht nicht nur der niedrige Stromverbrauch, sondern auch die einmalig lange Lebensdauer. Je nach Modell ist es hierbei möglich, Betriebsstunden von mehr als 10.000 Stunden zu erreichen.
 
Letztendlich hängt der Stromverbrauch allerdings nicht nur von der Lampe ab. Ebenso wichtig ist es, wie mit den Lampen umgegangen wird. Viele Verbraucher lassen das Licht beispielsweise an, weil sie die Meinung vertreten, ein häufiges An- und Ausschalten würde einen höheren Verbrauch hervorrufen als der Normalbetrieb. Dies ist allerdings ein Irrglaube und gehört deshalb schnellstens aus den Köpfen verbannt.
 
4. Strom sparen bei technischen Geräten
 
Auch wenn die technischen Geräte nicht den höchsten Kostenfaktor eines Haushaltes ausmachen, sollte ihr Stromverbrauch keinesfalls außer Acht gelassen werden. Vor allem in Bezug auf den Fernseher ist es möglich, die Kosten effektiv zu senken. Kauft man sich beispielsweise ein neues Gerät, sollte das Augenmerk nicht nur auf der Bildauflösung sondern auch auf dem Stromverbrauch liegen. Erste Unterschiede gibt es hierbei schon im Standby-Modus zu entdecken. Während manche Geräte in diesem Modus einen verhältnismäßig hohen Verbrauch haben, begnügen sich andere Geräte mit gerade einmal 0,1 Watt. Letztendlich sollte aber davon abgesehen werden, diesen Modus dauerhaft zu nutzen.
Gravierender sind natürlich die Stromkosten, die während des Betriebes anfallen. In dieser Hinsicht ist es vorteilhaft, auf die heiß geliebten Riesen-Fernseher zu verzichten. Solche Geräte haben nämlich einen Stromverbrauch, der weit oberhalb der herkömmlichen Fernseher liegt. Vor dem Kauf eines neuen Gerätes sollte also nachgefragt werden, welcher Stromverbrauch anfällt. Selbiges trifft natürlich zu, wenn man sich für eine neue Stereoanlage interessiert. Auch hier gibt es Unterschiede zu entdecken, die man keinesfalls außer Acht lassen darf. Dabei sollte von Geräten mit einem externem Netzteil eher abgeraten werden. Diese verbrauchen nämlich sogar Strom, wenn die Anlage ausgeschaltet ist.
 
Auch im Bereich des Computers sind verschiedene Einsparungen möglich. Zuallererst sollte man sich hierbei für die richtigen Komponenten entscheiden. Sowohl bei den Prozessoren wie auch bei den Grafikkarten fällt ein unterschiedlich hoher Stromverbrauch an, was einen ausgiebigen Vergleich unverzichtbar macht. Wurde der optimale Computer dann schließlich zusammengestellt, können weitere Sparmaßnahmen getroffen werden. Gleich bei der ersten Nutzung sollte man sich in die Systemsteuerung begeben und den Stromverbrauch regeln. Ist man im Umgang mit den PCs ein wenig erfahrener, können auch im Bios entsprechende Einstellungen getätigt werden. In dem Bereich "Power Management Setup" wird der Nutzer die entsprechenden Stromsparmodi entdecken können.
Ein häufiger Fehler wird begangen, wenn verschiedene Peripheriegeräte angeschlossen sind. Drucker und Scanner sind dabei meistens eingeschaltet, werden letztendlich aber nur wenig genutzt. In solchen Fällen sollten die Geräte vom Stromnetz getrennt und nur wieder angeschlossen werden, wenn eine Benutzung ansteht.
Selbiges trifft natürlich auch auf den Rechner zu. Viele Verbraucher haben sich daran gewöhnt, den Computer fast immer eingeschaltet zu lassen, um bei Bedarf schnell ins Internet zu gelangen. Auch wenn dies mit einer großen Annehmlichkeit verbunden ist, muss hiervon abgeraten werden. Selbst der Ruhezustand sollte nur angewählt werden, wenn eine weitere Nutzung innerhalb der nächsten 30 Minuten geplant ist. Andernfalls fährt man den Computer herunter und tut seinen Finanzen damit etwas Gutes.
  
5. Strom sparen bei Heizung und Wasser
 
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Wärme. Dementsprechend hoch fallen auch die Stromkosten aus, die mit der elektrischen Warmwasserbereitung und der Heizungspumpe zu tun haben. In beiden Bereichen ist jedoch eine Einsparung möglich, die in der Jahresabrechnung klar erkennbar ist.
Um den Stromverbrauch der Heizungspumpe zu reduzieren ist allerdings ein Fachmann von Nöten. Dieser wird das Heizungssystem genau analysieren und daraufhin entscheiden, welche Hocheffizienzpumpe optimal ist. Wurde dies geklärt, wird die Pumpe an die Heizungsanlage angeglichen. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Pumpe nur noch während der Heizperiode arbeitet. Abschließend folgt die Justierung der Heizkörperventile, was dem System ein optimales Arbeiten ermöglicht. Im optimalen Fall ist es durch diese gesamte Prozedur möglich, die Stromkosten der Heizungspumpe um ganze 80 Prozent zu senken.
 
Wurden die Kosten bei der Heizung reduziert, kann man sich der Warmwasserbereitung zuwenden. Dabei wird noch nicht einmal ein Fachmann benötigt. Schon mit den einfachsten Mitteln ist es möglich, eine erhebliche Ersparnis zu erzielen. Die erste Umstellung sollte beim Warmwasserspeicher getätigt werden. Viele Verbraucher haben nämlich den Fehler begangen, dass eine zu hohe Temperatur eingestellt wurde. Letztendlich sind 60 °C allerdings völlig ausreichend. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Zeitschaltuhr des Untertisch - Warmwasserspeichers zu nutzen. Dadurch kann der Stromverbrauch im Stand - By - Modus begrenzt werden, was vor allem während der Nacht oder der Arbeitszeit von Vorteil ist.
Natürlich ist es auch möglich, den Warmwasserspeicher komplett abzuschalten. Fährt man in den Urlaub oder auf Geschäftsreise, sollte dies auf keinen Fall vergessen werden.
 
6. Strom sparen durch einen Anbieterwechsel
 
Möchte man seine Stromkosten effektiv senken, müssen auch die Angebote der verschiedenen Anbieter miteinander verglichen werden. Hierbei entdeckt der Interessent nämlich preisliche Unterschiede, die einen Anbieterwechsel durchaus attraktiv erscheinen lassen.
 
Um das beste Angebot ausfindig zu machen, muss allerdings erst einmal der eigene Stromverbrauch in Erfahrung gebracht werden. Diesen wird man sowohl der letzten Jahresabrechnung als auch dem Strommesser entnehmen können. Danach beginnt die Suche nach dem Angebot, welches sich im eigenen individuellen Fall als ideal erweist. Möchte man sich nicht selber mit dieser Recherche auseinandersetzen, kann im Internet ein Stromrechner genutzt werden. Mit dessen Hilfe ist es innerhalb weniger Minuten möglich, den besten Tarif ausfindig zu machen.
Wurde das optimale Angebot schließlich gefunden, kann der Wechsel direkt in Angriff genommen werden. Hierfür muss lediglich der Vertrag ausgefüllt werden. Um alles weitere kümmert sich der neue Anbieter. Auch die Kündigung bei dem vorherigen Anbieter wird von dem neuen Vertragspartner im Regelfall übernommen.
 
Nach maximal sechs Wochen wird der Anbieterwechsel stattfinden, wovon der Verbraucher allerdings nichts merken wird. Durch die Versorgungspflicht wird nämlich gesetzlich verhindert, dass es während des Wechsels zu einer kurzen Unterbrechung der Stromzufuhr kommt.
Der Verbraucher muss also nicht befürchten, dass sich der Austausch des Stromanbieters problematisch gestalten wird. Dies sollte ein Grund dafür sein, den Markt nach guten Angeboten zu durchforsten und bei Interesse zuzuschlagen.