Das "Schwarze Gold", der Saft, der unsere moderne Welt in Bewegung hält, wird immer knapper, also wäre es vernünftig die letzten Reserven für wichtigere Aufgaben bereit zuhalten, als es durch den Schornstein zu jagen. Trotz dieser Argumente ist die Heiztechnik mit Öl auch technologisch nicht stehen geblieben. Die mit Öl betriebenen Anlagen, die zum Betreiben von Brennwerttechnik genutzt werden, sind auch heute noch teurer als gleichwertige Anlagen die mit Gas betrieben werden.
einem installierten Wärmetauscher vorbeigeleitet. Durch den Wärmetauscher werden die Abgase abgekühlt und der Wasserdampf, der in den Abgasen enthalten ist, kondensiert. Es gibt auch andere Modelle von Öl-Brennwertkesseln, bei denen die Kondensation direkt im Kessel stattfindet. Das Heizwasser und die Verbrennungsluft der jeweiligen Geräte werden durch Wärme erhitzt die zusätzlich frei wird. Dadurch kann gegenüber der ursprünglichen Variante des Ölkessels mit Niedertemperaturtechnik bis zu 10 % Energie eingespart werden.
Während ein Öl-Brennwertkessel nur über zwei verschiedene Brennwertstufen verfügt, ist ein Gas-Brennwertkessel quasi stufenlos regelbar. Somit kann sich ein Gas-Brennwertkessel perfekt an den Wärmebedarf eines Hauses anpassen. Im Gegensatz dazu muss der Öl-Brennwertkessel optimal auf den Wärmebedarf des Hauses abgestimmt sein. Denn häufiges An- und Ausschalten des Kessels erhöht zum einen den Schadstoffausstoß und produziert zum anderen erheblichen Lärm. Die niedrigere Stufe des Öl-Brennwertkessels liegt bei ca. 7 KW. Dies entspricht dem Wärmebedarf eines Niedrigenergiehauses im Winter. Der Preis für einen Öl-Brennwertkessel kann zwischen 4500 und 7000 Euro liegen. Die Öl-Brennwertkessel müssen aus extrem widerstandsfähigem Material gefertigt werden, da in leichtem Heizöl sehr viel mehr Schwefel enthalten ist als in Erdgas. Wäre der Kessel nicht aus besonderem Material, würde er schnell von der Schwefelsäure zersetzt werden. Das Kondensat, das ebenso von der Schwefelsäure belastet ist, muss neutralisiert werden bevor es in das normale Abwasser gelangen darf. Dies geschieht durch einen Neutralisationsbehälter. Alle diese Probleme können durch die Verwendung von schwefelarmen Heizöl vermieden werden.
Doppelwandige Luft-Abgas-Systeme
Für die meisten Kessel ist kein Schornstein von Nöten. Durch ein doppelwandiges Luft-Abgas-System werden Frischluft an- und gleichzeitige Abgase abgesaugt. Solche Wandgeräte sind meist nicht größer als ein normaler Kühlschrank. Sie lassen sich vollkommen problemlos unter dem Dach oder in einem Nebenraum des Kessels montieren.