Mit der Leuchtstoffröhre sparen


Die "Neonröhre" , oder besser die Leuchtstoffröhre, ist eigentlich die älteste Energiesparlampe. Sie war und ist immer noch ungeliebt, weil ihr Licht von einer gewissen klinischen Kälte ist,  und unter ihrem Licht vieles nicht so angenehm erscheint wie bei einer "normalen" Glühbirne. Diese Argumente kann man heute nicht mehr so stehen lassen. Inzwischen werden von dem größten deutschen Leuchtstoffröhrenhersteller  verschiedenen  Weißtönen von "Warm White" (mit leicht gelblichen Lichtanteilen) über White zu sehr strahlendem "Skywhite"  (mit bläulichen Farbanteilen). Durch diese Farbnuancen ist die Leuchtstoffröhre fast schon salonfähig geworden. Auf jeden Fall ist die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten um einiges größer geworden.
Die Leuchtstoffröhre ist eine Niederdruck-Gasentladungslampe, die innen mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet ist. Als Gasfüllung dient Quecksilberdampf (Emission von Ultraviolettstrahlung) und zusätzlich meist Argon. Die Ultraviolettstrahlung wird von der Leuchtstoff-Beschichtung in sichtbares Licht umgewandelt.

                                                                                    

Die Effizienz der Leuchtstoffröhre

Leuchtstofflampen sparen gegenüber Glühlampen 75 bis 80% Energie ein. In Messeinrichtungen werden neue Leuchtstoffröhren erst 100 - 200 Stunden gealtert, die eigentliche Messung erfolgt erst nach etwa 10-20 Minuten (je nach Typ) nach dem Einschalten. Alle Leuchtstofflampen erreichen erst einige Zeit nach dem Einschalten ihre volle Leuchtkraft. Besonders deutlich ist dieser Effekt bei Kompaktleuchtstofflampen (z.B. Energiesparlampen) zu beobachten, da diese ihren höheren Betriebsdruck erst nach Erwärmung erreichen.



   Die Leuchtstoffröhre, eine große Energiesparlampe!


Sie können wirklich viel durch den Einsatz von Leuchtstoffröhren sparen. Sie sind, einfach gesagt, die große Form der Energiesparlampen und sollten daher dort eingesetzt werden, wo viel und lange Licht benötigt wird. Inzwischen gibt es auch schon viele Möbel und Lampen, die die Leuchtstoffröhren umgeben und nicht so kalt und steril aussehen lassen.

Der etwa 4-fach bis 6-fach höheren Lichtausbeute der Leuchtstoffröhre gegenüber der Glühlampe steht ein erheblich höherer Anschaffungspreis gegenüber. Der Vergleich lässt sich besonders gut bei Energiesparlampen anstellen, die direkt in eine Glühlampenfassung hineingeschraubt werden können. Dabei kann für gleichen Lichtstrom eine 60 Watt Glühbirne durch eine 12 Watt Energiesparlampe ersetzt werden. Während der Anschaffungspreis für eine Glühbirne bei unter 1 Euro liegt, muss man für die Energiesparlampe ca. 1,50 - 5,00 Euro ausgeben.
                                                                                                                                                                                                                                                       
Bei 10.000 Betriebsstunden würde eine 60 Watt Glühlampe eine Energie von 600 kWh verbrauchen. Bei einem Stromtarif von 0,17 Euro/kWh sind das Stromkosten von 102 Euro. Für diese Betriebsdauer müssen 10 Glühlampen zu 1 Euro angeschafft werden, ausgegangen von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 1000 Betriebsstunden für eine Glühlampe. Als Gesamtkosten fallen also 102 + 10 = 112 Euro an.