Mit Solarstrom die Umwelt schonen

                                                                                                                                                                                                                                                                         
Seitdem die Preise für fossile Brennstoffe gestiegen sind und die Umweltverschmutzung ein globales und besorgtes Thema wurde, interessieren sich immer mehr Menschen dafür, wie man Sonnenstrom vom eigenen Dach ernten kann. Egal wie man sich gegenüber Stromsparen verhält, man muss immer wieder tief in die Tasche greifen. Wer dies vermeiden möchte, der kann mit einer eigenen Photovoltaikanlage den ersten Schritt zur Energieeinsparung machen. Schon 10 m² Modulfläche können rund 950 kWh Strom im Jahr produzieren, für die man eine Vergütung von jährlich ca. 470 Euro erhält.

 

Die Sonnenenergie ist im ganzen Land nutzbar. In Deutschland hat man eine Strahlungsintensität, die in Süddeutschland jährlich rund 1.100 kWh pro m² produziert. Im Norden ist sie um ca. 15% geringer.

 

 

100 kWh/m² mit Solar

 

Diese Zahl dient als wichtige Richtlinie für die Höhe des Solarertrags, der zu erwarten ist. Je nach Ausrichtung, Dachneigung und den örtlichen Gegebenheiten  können ca. 800 bis 900 Kilowattstunden im Jahr erzeugt werden. Das bedeutet, dass jeder Quadratmeter der Modulfläche einen jährlichen Ertrag von 90 bis 100 kWh bringt. Die genauen Berechnungen sollte man sich vom Anbieter, dem Planer oder dem ausführenden Fachhandwerker erstellen lassen. Eine Überwachung und Auswertungen der Stromgewinnung per PC sind sehr empfehlenswert. Photovoltaikanlagen sind netzgekoppelt, sodass der produzierte Strom vom privaten Sonnenkraftwerk komplett ins öffentliche Netz eingespeist wird. Über separate Zähler kann man sowohl den eigenen Stromverbrauch als auch die eingespeiste Strommenge erfassen.

 

 

20 Jahre Preisgarantie durch Energieversorger

                                                                                                                                                                                                                                                                         

Die Energieversorger sind laut dem Gesetz verpflichtet, den Solarstrom abzunehmen und dem Anlagenbetreiber dafür 20 Jahre lang eine Vergütung zu zahlen,  die um gut 30 Cent über dem Preis liegt, was derjenige selbst für seinen Haushalt zahlt. Wie hoch der eigene Strombedarf ist, spielt mit der Auslegung einer Photovoltaikanlage keine Rolle. Wichtig ist, je größer, desto besser. Für eine gute Wirtschaftlichkeit einer Anlage sind 10 m² das Minimum. Man sollte auch wissen, dass die zur Verfügung stehende Dachfläche möglichst vollständig genutzt werden. Je größer die Fläche, desto niedriger sind die anteiligen Kosten.


Für Module, Unterkonstruktion, Wechselrichter sowie Planungs-, Montage-, und Netzanschlusskosten einer Anlage mit drei Kilowatt peak Leistung, zahlt man ca.  15.000 Euro. Die Investition lohnt sich in jedem Fall, nicht nur weil die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert ist, sondern weil die meisten Hersteller auf ihre Anlagen eine Leistungsgarantie von 20 Jahren und mehr geben.

Solarpflicht für Marburg?

Die Stadt Marburg plant, Solaranlagen zur Pflicht zu machen - für alle privaten und gewerblichen Gebäude im gesamten Stadtgebiet. Jeder Hausbesitzer müsste sich demnach in Zukunft Solaranlagen aufs Dach oder an die Fassade bauen, auf eigene Kosten. Mit dieser Solarpflicht wäre Marburg bundesweit Vorreiter...
 
Bisher gibt es in Deutschland eine Solarpflicht nur für begrenzte Neubaugebiete wie zum Beispiel in Vellmar in Nordhessen. Die Marburger Initiative einer flächendeckenden Solarpflicht wurde zum ersten Mal in Marburg in der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Marburger Entwurf schreibt allen Hausbesitzern vor, Solaranlagen aufs Dach oder an die Fassade zu bauen. Auf private und gewerbliche Gebäude, auf neue und alte, deren Dach oder Heizungsanlage saniert wird, sagt Marburgs Bürgermeister Franz Kahle von den Grünen. Er will mit der geplanten Verordnung die riesigen Dachflächen volkswirtschaftlich nutzbar machen. Je größer das Haus, desto größer soll laut Entwurf die Solaranlage werden. Ein normales Einfamilienhaus zum Beispiel käme auf acht Quadratmeter Sonnenkollektoren. Die kleinste Solaranlage wird einen Hausbesitzer mindestens 5000 Euro kosten schätzt die Stadt.

Es gibt Vorbehalte gegen die geplante Verordn
ung: einige Marburger finden Solaranlagen zu teuer, andere machen sich Gedanken, dass eine Solarpflicht der Sonnenenergie langfristig schaden könnte, manche sprechen sogar von Ökodiktatur.
Jeder an Technik interessierte sollte es kennen, das berühmte "Massachusetts Institute of Technology (MIT), hier ist man auf dem Weg den Wirkungsgrad von Solarzellen ganz erheblich zuerhöhen. Natürlich ist die neue Technologie noch in Erprobung, aber man scheint dort einen ganz neuen Weg zur Steigerung der Energieausbeute gefunden zuhaben.
Das Licht wird eingefangen und viele Male in der Solarzelle hin und her reflektiert sodaß die dünne Siliziumfolie mehr Zeit hat Licht in Energie zu verwandeln. Das Hauptproblem das für diese Technologie zu lösen war, den ideale Weg den das Licht innerhalb der Solarzelle zu berechnen. Zu diesem Zweck kamen tausende Computersimulationen zum Einsatz um den idealen Weg des Lichts zu berechnen.
Die Solarzellen sind mit einer neuartigen mehrlagigen reflektierenden Beschichtung sowie einem fest angeordneten Gitternetz  (das sogenannte Beugungsgitter) auf der der Rückseite versehen. Diese äußerst sorgfälltig konstruierte Beschichtung bewirkt daß das Licht länger innerhalb der dünnen Siliziumfolie hin und herwandert. Durch den längeren Zeitraum den das Licht innerhalb der Folie verbringt, ist die Ausbeute wesentlich höher. Man spricht von einer möglichen Steigerung um die 50%.
Diese Forschungsarbeit ist der erste Schritt hin zur Marktreife der Solarzellen. Es müssen noch viele Entwicklungsschritte getan werden um marktreife Module zu produzieren, aber das MIT ist auch bereits dabei das Marktpotenzial zu bewerten. Ein weiteres sehr hohes Einsparpotential liegt bei der Herstellung, von dem raren und teuren kristallinen Silizium wird nur noch ein Prozent der bisher übklichen Menge gebraucht.

Architekten machen sich wegen der Solaranlagen Sorgen um Marburgs Altstadt. Doch will die Stadt bei denkmalgeschützten Häusern Ausnahmen machen, und auch bei Dächern die im Schatten liegen.

Vorbild für die Marburger Initiative war Barcelona, die als allererste europäische Stadt Solarpflicht einführte. Und auch wenn in Marburg keine spanische Sonne scheint, Franz Kahle ist sich sicher, die Solarpflicht würde sich auch in Hessen auszahlen.

In den kommenden Wochen wird der Marburger Entwurf für eine Solarpflicht noch mal überarbeitet. Wenn das Stadtparlament ihn im Frühling verabschiedet, dann könnte die Solarpflicht schon zum Sommer in Kraft treten.
Quelle: HR1



Eigennutzungsbonus für selbst genutzten Solarstrom

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sendet auch 2009 wieder wichtige Impulse an alle Hausbesitzer und die es werden wollen. Erstmals erhalten Hausbesitzer die ihren selbsterzeugten Solarstrom auch selbst verbrauchen, einen garantierten Bonus von 25 Cent je Kilowattstunde. Bisher wurde nur für in das öffentliche Stromnetz eingespeister Solarstrom eine Vergütung gezahlt. Dieser neue Eigennutzungsbonus soll Innovationen in der Haustechnik anschieben, besonders das "intelligente Lastenmanagment" soll dafür sorgen das der selbsterzeugte Solarstrom jeder Zeit genutzt werden kann, nicht nur wenn das Kraftwerk auf dem Dach im Überfluss produziert.