Lexikon


Abladung

Vorgang des Einbringens der über Solarkollektoren erwärmten Flüssigkeit in ein Speichersystem.

Abschattung
Dieser Terminus bezeichnet einen durch Gegenstände und äußere Einflüsse hervorgerufenen Verdunklungseffekt. Abschattung ist ein mit Ertragseinbußen verbundener Schattenwurf auf Solaranlagen.


Absorber

Absorber ist ein Bestandteil eines thermischen Sonnenkollektors. Er dient zur Aufnahme der Energie verschiedener Strahlung der Sonne. Die Absorber bestehen im Regelfall aus einem oder mehreren schwarz beschichteten Blechen aus Aluminium oder Kupfer. Die gewonnene Wärme wird an einen Wärmeträger weitergegeben.

Abwassergebühren

Die Berechnung der Abwassergebühren erfolgt in den Gemeinden bisher nach dem so genannten Frischwassermaßstab, d.h. nach der vereinfachten Annahme "Frischwassermenge = Abwassermenge". Nach der aktuellen Rechtsprechung wird vom Gesetzgeber gefordert, die Abwassergebühren in einen Schmutzwasser- und einen Niederschlagswasseranteil "aufzusplitten". Durch die "Aufsplittung" wird eine gerechtere Umverteilung der Gebührenlasten erreicht, da künftig gemäß dem Verursacherprinzip die anfallenden Kosten stärker von denen mitfinanziert werden müssen, die große Mengen an Oberflächenwasser, aber nur geringe Mengen an Schmutzwasser einleiten.
Bei der Berechnung der Abwassergebühren ergibt sich der Schmutzwasseranteil wie bisher nach der abgenommenen Frischwassermenge. Die Abrechnung erfolgt über einen niedrigeren Gebührensatz. Der neu hinzugekommene Niederschlagswasseranteil hingegen ergibt sich aus der Größe der versiegelten und bebauten Grundstücksfläche mit Kanalanschluß.

Akkumulator
Unter diesem Begriff ist eine Solarbatterie zu verstehen, die Solarenergie speichert und durch beliebig oft Aufladen immer benutzbar bleibt.

 

Amortisierung

Vom französischen Wort amortir (= tilgen) abgeleiteter Begriff, der die langfristigen Kostenvorteile eines Objektes in Relation zu seinen Anschaffungskosten stellt. In der Regel bezeichnet man mit der Amortisierung den anzunehmenden Zeitpunkt, an dem die Anfangsinvestitionen über die Einsparungen in der Folgezeit gedeckt sind.
 

Architektur

Solararchitektur beschreibt eine Sonderform der Architektur, die den besonderen Eigenheiten der aktiven und passiven Solarenergiegewinnung gerecht wird. Insbesondere berücksichtigt die S. die Ausrichtung der Dach- und Fensterflächen und den Einsatz Wärmespeichernder Bauelemente (Thermoaktive Bauteile).

Azimutwinkel

oder auch Ausrichtung, beschreibt die Abweichung von der idealen Südausrichtung der Kollektoren. Optimal sind 0° (ideale Südausrichtung).

 

BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Diese Deutsche Behörde ist unter anderem für die Vergabe von Fördermitteln für den Neu- und Ausbau nicht fossiler Energiegewinnungs-Anlagen im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich zuständig.

Baukernaktivierung
So genannte Thermo- Aktive- Bauelemente (Tabs) bestehen aus Rohrsystemen, die in Massivdecken oder Wänden integriert sind. Sie dienen als Energiespeicher, die be- und entladen werden können. Sie dienen zur Grundtemperierung des Gebäudes und reduzieren somit erheblich die Heizlast. Kann in der Regel nur bei Neubauten durchgeführt werden.
 

Beheiztes Gebäudevolumen (Ve)

Schließt direkt oder indirekt durch Raumverbund beheizte Räume eines Gebäudes ein.

 

Beheizte Wohnfläche

Die Berechnungsverordnung für den preisgebundenen Wohnraum nach §44 Abs.1 bezieht nur die genutzte Wohnfläche im Sinn der Energieeinsparverordnung.


Biomasse

Zur Energiegewinnung eingesetzte nicht fossile Brennstoffe, wie Holz, Stroh, Energiekorn, Biodiesel oder getrockneter Klärschlamm.

 

Blockheizkraftwerk

Anlage zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie nach dem Prinzip der Kraft-Wärme Kopplung. Strom wird dabei quasi als Abfallprodukt aus der Abwärme der Heizanlage erzeugt. Einfach ausgedrückt wird dabei das Abgas statt durch einen Schornstein, durch einen Motor geleitet, der einen Stromgenerator antreibt. Blockheizkraftwerke arbeiten wesentlich effizienter als Großkraftwerke und können maßgeblich zur dezentralen Energieversorgung beitragen.

 

Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle wandelt chemisch gespeicherte Energie in die elektrische Energie. Sie dient auch zur Erzeugung der Wärme. Diese Wandlung geschieht im Rahmen einer kontrollierten Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff.

Brennwertheitzung
Es gibt zwei Versionen dieser Heiztechnik: 1. Einbau eines Brennwertkessels  für größere Häuser, 2. Einbau eines  kleineren Brennwertkessels bei Ein- bis Zweifamilienhäusern. Beide geben zusätzlich nutzbare Wärme ab. Solche Geräte übernehmen die Zentrale Beheizung von Wohnungen sowie die Warmwasserbereitung. Brennwertgeräte kondensieren den im Abgas befindlichen  Wasserdampf.


Brennwertkessel

Das sind technisch optimierte Heizkessel, die im Brennstoff enthaltene Energie besonders effizient nutzt. Der Brennwertkesselnutzt zusätzlich die Kondensationswärme des Wasserdampfes in den Abgasen.  Brennwertkessel gibt es für Gas und Ölheizungen.Je niedriger die Rücklauftemperatur, desto mehr Wasserdampf kann aus  den Verbrennungsgasen freigesetzt werden. Diese Geräte erreichen ihren höchsten Wirkungsgrad in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizflächen.


CO² Emissionen
Beschreibt im Zusammenhang mit Wärmeerzeugung die Abgabe des Gases Kohlendioxid (CO²) bei der Verbrennung eines organischen Trägermediums. Eine hohe CO² Konzentration in der Atmosphäre verstärkt den Treibhauseffekt und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Man unterscheidet zwischen CO² neutralen, nicht-fossilen Energieträgern (z.B. Holz), die nur die Menge des Gases abgeben, die beim natürlichen Wachstum gebunden wurden und den fossilen Energieträgern (z.B. Erdgas, Erdöl, Kohle), die das Kohlendioxid Gas bereits vor Millionen Jahren gebunden hatten.

Dachneigung
Für den Energieertrag von Solarkollektoren ist deren Neigung zur Sonne entscheidend. Eine Neigung von ca. 45° gilt als ideal. Weist die Neigung des Daches eine Differenz auf, kann diese durch befestigungstechnische Maßnahmen an den Kollektoren ausgeglichen werden.

Dampfsperre

Die Dampfsperre verhindert Sammlung von Tauwasser hinter einer Innendämmung. Außerdem erhöht sie bei einer Dachdämmung die Winddichtigkeit.
Die Dampfsperre wird zwischen Dämmstoff und Innenputz angebracht. Sie besteht aus Aluminium oder Polyethylen (PE).


Dämmung
Maßnahmen um den unerwünschten Wärmeverlust eines Gebäudes über Wände, Dach und Fensterflächen zu mindern. Der Isolationswert einer Fläche wird als U-Wert bezeichnet. Diese kann  großenteils mit Dämmmatten aus z.B. organischen Materialien wie Hanf vorgenommen werden.

 

Deckungsgrad

Quantitative Aussage über die tatsächliche Abdeckung eines Wärmebedarfs in %.

Degradation
Oder auch Alterung, bezeichnet die zeitlich bedingte Abnahme des Wirkungsgrades einer Solarzelle.

Diffuse Strahlung
Ist der Anteil der Sonnenstrahlung, die nicht auf direktem Wege auf die Erde trifft, sondern durch Bestandteile der Atmosphäre gestreut oder reflektiert wird.

Direkte Strahlung
Unmittelbare, nicht abgelenkte Sonnenstrahlung auf die Erde.

Einspeisungsvergütung
Für Betreiber  von Anlagen, die erneurbare Energien nutzen, besteht  eine gesetzlich geregelte Vergütung für den erzeugten Strom, der vom Erzeuger in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Einstrahlung
Die von der Sonne eingestrahlte Energie auf einen m² ,an einem bestimmten Ort. Diese Größe ist für die Planung einer Solaranlage am wichtigsten. Die Intensität und Dauer der Einstrahlung lassen auf die zu erzielende Energiemenge schließen, in Mitteleuropa ca. 1100 kWh pro Jahr.


Energiebilanz

Bei der Erstellung einer E. werden Wärmegewinnung (z.B. durch Solarkollektoren, Wärmepumpe, etc.) und Wärmeverlust eines Gebäudes sowie der Anteil an Hilfsenergie gegenübergestellt.

Energieetikett
Solche Etiketten sind europaweit vorgeschrieben. Sie geben uns Auskunft wie viel z.B. ein Elektrogerät Strom verbraucht.
Diese sind mit einer Farbskala markiert von grün (A= ausgesprochen günstiger Energieverbrauch) bis rot (G= großer Stromfresser) und zeigen uns, wie der Energieverbrauch bei dem jeweiligen Fabrikat einzuschätzen ist.

 

Energie Management
Die optimierte Methode, Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Solarer Energie mittels Regeltechnik in ein Gesamtsystem zu integrieren.

Energiereserven

Die fossilen Energieträger, die sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind, reichen an konventionellen Erdöl und Erdgas rund 40 bzw. 60 Jahre und bei der Kohle ca. 160 Jahre.

Energiesparen
Beim Energiesparen geht es darum, den Energieverbrauch zu vermindern. Der Verbraucher hat eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Einsparung, ohe dabei auf Komfort zu verzichten, z.B. durch absenken der Raumtemperatur über Nacht, bessere Nutzung von Geräten und Anlagen oder auch durch Gebäudedämmung. 


Erdsolespeicher

Unter einem Gebäudefundament oder im Erdreich verlegtes Rohrsystem zur Aufnahme der solar erwärmten Flüssigkeit.


Erdsone
Hierbei handelt es sich um eine Tiefenbohrung, in der über ein Rohrsystem dem Erdreich Wärme entzogen werden kann, oder Energie ins Erdreich abgelagert wird. Die Erdsonde dient der Wärmepumpe als Wärmequelle.

Erneuerbare  Energien
Werden auch als regenerative oder alternative Energien genannt. Sie sind Energien die sich ständig erneuern und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählen Sonnenenergie, Windenergie, Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie.

 

Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)

Das Gesetz sieht fixe Vergütungen vor: 7,67 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Strom aus Wasserkraft, bis zu 50,62 Cent pro kWh für Solarstrom. Bis zum Jahre 2010 soll das EEG den Anteil an erneuerbaren Energien verdoppeln.

Fensterabdichtung

Um nicht Energie zu verlieren, sollten auch Fenster und Türen relativ einfach abdichten.


Flachkollektor
Sonnenkollektor bei dem der Absorber in einem flachen Gehäuse mit Glasabdeckung eingebaut ist.


Fossile Brennstoffe
Der Begriff bezeichnet Energieträger, die bereits vor vielen Millionen Jahren entstanden sind. Zu den fossilen Brennstoffen gehören Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Braunkohle und Torf.  85% des weltweiten Energiebedarfs  werden mit fossilen  Energieträgern gedeckt. Bei deren Verbrennung entsteht das für das Klima schädliche CO².

Fußbodenzeizung
Im Gegensatz zu Hochtemperatur Heizkörpern, die ihre Wärme über Konvektion (Luftströmung) an den Raum abgeben, sind Fußbodenheizungen unter der Fußbodenfläche eingebaut und geben auf niedrigem Temperaturniveau Strahlungswärme ab. Dadurch sind sie besonders für den Einsatz mit Solaranlagen und Wärmepumpen geeignet.

Gebäudehülle
Besteht aus Dach, Wänden, Türen, Fenstern und  dem Gebäudesockel.

Gebäudetechnik
Oder auch Haustechnik genannt, betrifft alle technischen Anlagen die in einem Haus installiert  und  fest mit diesem Verbunden sind. Diese  techn. Anlagen gehören auch  funktionell zu dem jeweiligen Gebäude und sind  für den Betrieb des Gebäudes  erforderlich
 

Geothermie

Die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Erdwärme. Im Mittel gibt es einen Temperaturanstieg um 3°C pro hundert Meter Tiefe. Die Nutzung der Erdwärme in tieferen Schichten lohnt sich, wenn die geologischen Vorraussetzungen stimmen. Hierbei handelt es sich um heiße Tiefwässer (z.B. Thermalwasser mit 40°C - 100°C bei 1000 - 2500m Tiefe). Dieses heiße Wasser kann zu Heizzwecken - je nach Wasserqualität auch für Bäder - eingesetzt werden. Ab 3000m Tiefe kann der Dampf zur Stromerzeugung genutzt werden.

Heizkörper

Auch Radiator genannt. Gängige Hochtemperatur Heizungen geben über Heizkörper Wärme an den Raum ab.

 

Heizlast
Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Heizwärmezufuhr. In Deutschland durch die EN 12831 beschrieben.

 

Heizwärme Bedarf
Der Heizwärmebedarf ist die benötigte Heizleistung in Kilowatt (KW) die pro m² und Jahr für ein Gebäude aufgewendet werden muss.

 

High- Flow  / Low – Flow  Kollektoren

Bei High Flow Kollektoren zirkulieren zwischen 50 und 60 Litern Flüssigkeit pro m² Kollektorfläche. Bei Low Flow Systemen reduziert sich dieses Volumen auf ca. 25 Liter pro m², wodurch unter anderem deutlich weniger Energie für die Umwälzung benötigt wird.


Hochtemperatur-Heizung

Im Gegensatz zu Niedrigtemperatur Systemen, die Systemtemperaturen um 30° benötigen, arbeiten Hochtemperatur Heizungen mit Vorlauftemperaturen bis zu 65°. Die Heizwärme wird mittels Heizkörpern an den Raum abgegeben. Für das Erreichen dieser Leistungen werden viel größere Energiemengen benötigt als bei Niedrigtemperatur Systemen.

Holzpellets
kleine Presslinge aus Holzspänne und Sägemehl, die ohne Bindemittel mit sehr hohem Druck hergestellt werden.

Holzpelletheizung
In einer Pelletheizung können Pellets aus Holz und wenn konstruktionsbedingt geeignet auch Häckselgut oder Energiekorn verbrannt werden können.

Hygrometer
Das Hygrometer  wird zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit, also des Wasserdampfgehalts in der Luft, genutzt.

Indach Anlage
Im Gegensatz zu Aufdach Anlagen werden Indach Kollektoren in die Dachfläche eingebaut, schließen also bündig mit der Deckung ab und ersetzen die Dachhaut. Dies führt zu einem harmonischeren Erscheinungsbild. Der Wirkungsgrad erhöht sich, da weniger Energie auf der Rückseite der Kollektoren verloren geht.

Joule (J)
Joule ist seit dem  1.Januar 1978 die internationale Maßeinheit für Energie. Benannt wurde diese nach dem engl. Physiker James Prescott Joule  (1818-1889).  Früher hat die Maßeinheit Joule geläufige Einheit Kilokalorie (kcal)  ersetzt.  (1 kJ = 0,239  kcal)

Kapillarröhren

sind Röhren mit einem sehr geringen Durchmesser, wie sie z.B. bei Kühlsystemen (an der Rückseite von Kühlschränken) zu finden sind.

Kollektor
Solarkollektor, Bauteil, das mittels eines Absorbers, Sonneneinstrahlung in Wärmeenergie umwandelt. Diese kann durch ein Leitungssystem in einen Speicher gepumpt und für Heiz- und Brauchwasser nutzbar gemacht werden.

 

Kraft-Wärme Kopplung

Hier wird elektrische Energie und Nutzwärme in einem Prozess erzeugt.

 

K-Wert

Auch Wärmedurchgangskoeffizient oder Wärmedämmwert oder U-Wert, bezeichnet den Wärmedurchgang durch ein Bauteil in Watt pro m² mal Temperatur in Kelvin (W/(m²K). Je kleiner der Wert, desto weniger Wärme wird durch ein Bauteil geleitet, umso größer ist also dessen Isolationseigenschaft.

Leerlaufverluste
Die Energieträger werden  in  verschiedenen Maßeinheiten gemessen: Öl wird in Litern, Barrels (=159l), Kubikmetern oder Tonnen gemessen, Kohle in Tonnen, Gas  in Kubimetern und  elektr. Energie in Kilowattstunden.

       Definierte Einheiten für Energie und Leistung sind:

  • Joule (J): Energie, Arbeit, Wärmemenge
  • 1 Joule (J)= 1 Wattsekunde (WS)
  • Watt (W): Leistung, Energiestrom, Wärmestrom
  • 1 Kilowattstunde entspricht 3.600 kJ
 
Luftdichtheit

Luftdichtheit oder Gebäudedichtheit. Passivhäuser müssen einen hohen Luftdichtheitsbeiwert haben, sonst kann es zu unkontrollierten Luftströmungen und hohen Lüftungswärmeverlusten kommen. Luftdichtheit wird mit dem „Blower-Door-Luftdichtheitstest“  überprüft.

 

Luftkollektor
Ein Solarkollektortyp in dessen Inneren anstelle einer Flüssigkeit Luft zirkuliert, die durch die Sonneneinstrahlung erwärmt wird.

 

Nachtauskühlung

Ist ein Lüftungskonzept, in dem die nächtliche kühle Außenluft in den Sommermonaten Bauteile mit großer Wärmespeicherfähigkeit auskühlt, und sie dann am Tage als „Wärmepuffer“ nutzen können (night flushing).


Niedrigenergiehaus
Nicht eindeutig festgelegte Bauweise eines Gebäudes, die zahlreiche Methoden zur Energieeinsparung verbindet mit dem Ziel den Heizenergiebedarf möglichst gering zu halten. In Deutschland ist der Begriff Niedrigenergiehaus nach der Einführung der Energieeinsparverordnung mit einem Anforderungsprofil verbunden.

Niedrigtemperatur-Heizflächen
Diese Heizflächen arbeiten mit Vorlauftemperaturen unter 55°C. Um die Wohnungen  ausreichend wärmen zu können, müssen großflächige Heizkörper, Fußboden oder Wandheizungen verwendet werden. Bei der Verteilung der Wärme treten  trotz des niedrigen Temperaturniveaus geringe Wärmeverluste auf. Mit Niedertemperatur-Heizflächen können Brennwertkessel hohe Wirkungsgrade erzielen.

Niedrigtemperatur Heizung
Im Gegensatz zu Hochtemperatur-Heizungen, die Vorlauftemperaturen bis 65° benötigen, arbeiten Niedrigtemperatur Systeme mit Temperaturen bis 35°. Abgegeben wird die Heizwärme über Wand-, Fußboden- oder Sockelleisten Heizungen. Durch das niedrige Temperaturniveau sind N. besonders für den Einsatz mit Solaranlagen und Wärmepumpen geeignet.

Niedrigtemperaturkessel
Dies sind spezielle Heizkessel, die nach niedrigen Vorlauftemperaturen von ca. 35°- 40°C,  mit Öl oder Gas betrieben werden. Die Minderung der Wassertemperatur innerhalb des Kessels wird mittels einer speziellen Kontruktion des Feuerungsraumes erreicht. Die entstehenden Vorteile sind z.b. geringe Abgas- und Wärmeverluste, sowie geringfügige Stillstandsverluste durch außentemperaturabhängige Steuerung der  Kesselwassertemperatur.


Nutzenergie
Energie, die nach derletzten Umsetzung in den Geräten des Verbrauchers zur Verfügung steht, nennt man Nutzenergie. Studien zeigen, dass rund ein Drittel der tatsächlich einesetzten Primärenergie genutzt wird.

Nutzungsgrad
Beim Nutzungsgrad wird das Verhältnis von gewonnener zu aufgewandter Energie über einen bestimmten Zeitraum betrachtet.

Ökostrom
Dieser Terminus bezeichnet elektrische Energie, die auf umweltschonende Weise aus regenerativen Energiequellen hergestellt wird.

Passive Sonnenenergienutzung
Wenn keine technischen Umwandlungsprozesse erforderlich sind, nennt man die Nutzung der Sonnenenergie passiv.  Durch z.B. die Fenster eines Hauses wird die Energie der Sonne passiv genutzt. Das Sonnenlicht mittels Sonnenkollektoren oder Solarzellen in Wärme bzw. in Strom umzuwandeln, nennt man aktive Nutzung der Sonnenenergie.

 
Passivhaus
Der Wärmebedarf ist in einem Passivhaus so weit verringert, dass die Energie der Sonne, von Personen und Geräten, in Verbindung mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung durch ein Lüftungssytem ausreicht, um das Gebäude warm zu halten. Hierzu benötigt man eine qulitativ hochwertige Gebäudehülle sowie Gebäudetechnik. Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses.

Peakleistung
Ist die Angabe der Maximalleistung eines Solarmoduls bei Standarttestbedingungen. Die Solarmodulleistung wird durch senkrechtem Sonneneinfall auf das Modul pro Quadratmeter gemessen.

Photovoltaik
Im Gegensatz zu Solarthermie, welche die Gewinnung von Wärme aus Sonnenstrahlung beschreibt, steht die Potovoltaik (PV) für die Gewinnung von elektrischer Energie über Solarzellen.

Primärenergie
Direkt nutzbare Energie(z.B. Sonnenenergie), im Gegensatz zur Sekundärenergie die erst durch einen Umwandlungsprozesse (z.B. Verbrennung) nutzbar ist.

Primärofen
Ofen der seine Wärme direkt an den Raum abgibt, (Kaminofen oder Kachelofen)

Pufferspeicher
Tankartiger Speicherbehälter mit guten Isolationseigenschaften, der von der Heizanlage erwärmtes Brauch- und Heizwasser speichern kann.

Radiator

Auch Heizkörper genannt. Gängige Hochtemperatur Heizungen geben über Heizkörper Wärme an den Raum ab.

Regenerative Energie
Ensteht durch die Kraft der Sonne, des Windes und des Wasser, Erdwärme nachwachsenden Energieträgern wie Holz, Bioöle, und allen anderen Biomassen die zur Herstellung von Biogas genutzt werden können. Nach menschlichem Ermessen sind diese Energieträger unerschöpflich.

 

Regelung
Steuerelement, das Systemkomponenten einer Heizanlage zentral kontrolliert und miteinander abstimmt.

 

Röhrenkollektor

Im Gegensatz zum Flachkollektor befinden sich beim R. einzelne Absorber in Glasröhren, die durch ein Vakuum isoliert sind. Dies ermöglicht gegenüber einem Flachkollektor höhere Wirkungsgrade und geringere Wärmeverluste, bedingt aber höhere Preise.
 

Solarer Deckungsgrad

Dieser Deckungsgrad gibt den Anteil der benötigten Energie an, der durch Solarenergie gedeckt wird.

Sollarkollektoren
Solarkollektoren wandeln die Sonneneinstrahlung entweder in Wärme oder elektrischen Strom um. Es existieren verschiedene Bauformen: Flachkollektoren für Temperaturen von ca. 90°C, Röhrenkollektoren für ca. 250°C geeignet für Warmwasserbereitung und zum Heizen.

 

Solarspeicher

Ein Solarspeicher ist ein Vorbehälter zum speichern von solar erwärmtem Wasser. Da die Sonnenenergie nicht sofort verbraucht wird, kann auf dieses Speichervolumen nicht verzichtet werden. Ein Solarspeicher besitzt Wärmetauscher und Anschlüsse für den Solarkreislauf sowie für die Nachheizung. Gute Speicher sind korrosionsbeständig, und haben geringe Wärmeverluste und gute Temperaturschichtung.

 
Solarthermie
Bezeichnet die Nutzung von Sonneneinstrahlung zur Erzeugung von Wärme mittels Kollektoren.

Strahlungsarten
Darunter sind zweierlei Arten der Sonneneinstrahlung zu verstehen: die direkte und die indirekte Solarstrahlung. Direkte Strahlung trifft nicht abgelenkt auf die Erdoberfläche, bei der indirekten Strahlung tritt eine Streuung durch die Atmosphäre auf.

Stromeinspeisungsvergütung
Den Betreibern von Anlagen,  die erneuerbare Energie Nutzen, wird eine gesetzlich geregelte Vergütung versprochen, für den von ihnen erzeugten Strom, der ins öffentliche  Stromnetz eingespeist wird.

Thermostat
Ein Thermostat ist ein  Temperaturregler, der eine feste oder eine voreingestellte Temperatur konstant hält.

Transformator
Der Transformator ist ein elektrotechnisches Bauteil, das dazu dient die Spannung von elektrischer Energie zu ändern, z.B. von 220V auf 9V oder 12V


Treibhauseffekt
Spurengase lassen in der Atmosphäre kurzwelliges  Sonnenstrahlung  nahezu ungehindert zur  Erde  passieren. Der Großteil der langwelligen Wärme- Rückstrahlung bleibt auf der Erdoberfläche zurück.  Der natürliche Treibhauseffekte  bewirkt eine Durchschnittstemperatur auf der Erde von  +15°C, ohne Treibhauseffekt würde diese bei ca. -18°C liegen. Klimawirksame Spurengase wurden durch  die Nutzung der fossilen Energie vom Menschen verursacht.

Trinkwasser-Wärmebedarf
Ist jene Nutzwärme, die zur Erwärmung des Trinkwassers dem Warmwassersystem  zugeführt werden muss.

Umwälzpumpe
Eiene Umwälzpumpe in einer Heizungsanlage soll das erwärmte Wärmeträgermedium (meistens Wasser) zu den Heizkörpern und anderen Anschlussstationen befördern und gleichzeitig das abgekühlte Wasser aus dem Rücklauf zur erneuten Erwärmung in die Heizanlage zurückführen. Dieser Kreislauf wirs auch als Heizkreis bezeichnet.

Vakuumröhrenkollektor
tritt bei Wassererwärmung und Heizungsunterstützung in Kraft und ist dem Feld der Sonnenkollektoren zuzuordnen.
Er verfügt über einen beschichteten Kupferabsorber, der in eine luftleere Glasröhre integriert ist. Da ein Vakuum keine Wärme leiten kann, ergeben sich äußerst geringe Wärmeverluste. Eine Isolationswirkung bei dieser Art von Kollektoren entsteht durch das Vakuum in den Glasröhren. Die Isolation wendet einen Wärmetransport durch Konvektion ab, wobei der Nachteil entsteht, dass die Röhrenkollektoren speziell im Winter aufgrund von zu geringer Temperaturabgabe mit Schnee bedeckt sind. Vorteile: geringere Wärmeverluste gegenüber Flachkollektoren und dennoch eine höhere Betriebstemperatur.

Wandheizung
Im Niedrigtemperaturbereich eingesetzter Heizungstyp, ähnlich der Fußbodenheizung, bei dem Heizrohre in die Wand verlegt werden und diese erwärmen. Im Betrieb strahlt dann die ganze Wand Wärme ab.

 
Wärmebrücken
Die Wärmebrücke ist eine Teilfläche im Haus, die mehr Wärme nach außen ableitet als angrenzende Bauteile.  Es sind geometrische und materialbedingte Wärmebrücken zu unterscheiden. Die Folgen der höheren Wärmeverluste sind das Auftreten von Kondenswasserschäden und von Schimmelpilzen. Passivhäuser werden wärmebrückenfrei ausgeführt.

Wärmedämmung
Mit der Wärmedämmung werden Wärmeverluste von Gebäuden an die Umgebung verringert.  Die Wärmedämmung kann durch wärmeisolierte Fenster sowie durch  Dämmung  von Außenwänden, Decken, und Böden, Keller und Dach verbessert werden.

Wärmedurchgangskoeffizient
der Wärmedämmwert. Er bezeichnet die Befähigung einer Anordnung von Materialien, Wärme zwischen zwei flüssigen oder gasförmgen Medien zu übertragen.

Wärmepumpe

Gerät, das über die Verdichtung eines Kühlmittels, welches zirkulierend in ein Rohrsystem gepumpt wird, Wärme aus einem umgebenden Medium herausziehen kann. (Umgekehrtes „Kühlschrank-Prinzip“) Je nach verwendetem Medium unterscheidet man zwischen Luft-, Wasser- und Erdwärmepumpen. Mit  einem Watt  elektrischer Energie können ca. 3 - 5 Watt Wärme bei einer Temperatur bis zu 65°C  erzeugt werden.

Wärmerückgewinnung
Sammelbegriff für Methoden, mit deren Hilfe Wärme aus einem zuvor aufgeheizten Medium entzogen werden kann. Mit der W. ist es z.B. möglich aus der Abluft eines Gebäudes bis zu 90% der darin enthaltenen Wärme herauszuziehen und erneut in die Heizanlage einzuspeisen.

Wärmetauscher
Auch Wärmeüberträger genannt. Der Wärmetauscher ist eine Apparatur die thermische Energie von einem Stoffstrom auf einen anderen überträgt.
 
Wärmeträger

Der Wärmeträger ist ein flüssiges oder gasförmiges Medium, das Wärme vom Kollektor zum Speicher transportiert. Der Wärmeträger in Solaranlagen ist meist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel.

Wärmeverlustanalyse
Wird  auch  Infrarot-Thermographie genannt,  mit der die Wärmeverluste eines Gebäudes  dargestellt werden. Dies wird mit einer speziellen Kamera durchgeführt, die durch Farbunterschiede in der Aufnahme verdeutlicht wo ein Gebäude Wärmeenergie verliert.

 

Wirkungsgrad

Bezeichnet das Verhältnis zwischen aufgewendeter und zurückerhaltener Energie. Zum Betrieb einer Wärmepumpe ist beispielsweise elektrische Energie notwendig. Je weniger elektrische Energie eine Wärmepumpe zur Gewinnung von thermischer Energie benötigt, desto höher ist ihr Wirkungsgrad. Typische heute technisch erreichte Wirkungsgrade sind: Photovoltaik 10 %, Kohlekraftwerke 45 %, Brennstoffzelle 30-55 %, Gaskraftwerke 60 %, Blockheizkraftwerke 70-85%, Dieselmotor 30 %, Benzinmotor 25 %. Die Erhöhung der Wirkungsgrade ist ein wesentliches Ziel der Energieforschung.