Grün leben im Niedrigenergiehaus


Im Hinblick auf die Schonung der Umwelt durch Energieeinsparung werden Neubauten heute als Niedrigenergiehäuser geplant. Diese haben einen äußerst niedrigen Heizenergiebedarf. Die noch benötigte Energie wird durch regenerative, d. h. erneuerbare Energien ersetzt. Beim Bau von einem Niedrigenergiehaus (NEH) werden alle baulichen Maßnahmen in Bezug auf die Gebäudehülle und die Haustechnik auf einen niedrigen Energieverbrauch abgestimmt. Der Heizwärmebedarf liegt deshalb deutlich unter den Bestimmungen der Wärmeschutzverordnung.

                                                                                                                                                                                                                                                                        

Für einen geringeren Energiebedarf bei Neubauten ...

  • werden die Häuser kompakt gebaut und hochwertig wärmegedämmt,
  • werden regenerative Energien beim Heizen verwendet,
  • werden Wärmepumpen zur Erzeugung von Heizenergie und Sonnenkollektoren zur Nutzung der Sonnenenergie eingesetzt,
  • werden durch Wärmerückgewinnung die Wärmeverluste bei Lüftung gesenkt,
  • werden Regenwassernutzung und Grauwassernutzung durch entsprechende Anlagen gefördert,
  • werden Wasserverbrauch und Stromverbrauch durch wirtschaftlichere Planung vermindert.

Des weiteren sollten die verwendeten Rohstoffe (Baumaterialien) mit geringem energetischen Aufwand erzeugt werden. Holz bietet sich dafür besonders an, noch dazu ist es umweltverträglich und recyclebar.

Ein Niedrigenergiehaus, oder auch Energiesparhaus genannt, besitzt einen sehr hohen Wärmeschutz.

Im Gegensatz zum Passivhaus benötigt ein Niedrigenergiehaus dennoch die Zuführung von Energie, da Energiequellen wie Solarenergie und Geothermie nicht so effizient genutzt werden, wie dies Passivhäuser ermöglichen.

Der Bau von Niedrigenergiehäusern (siehe auch "KfW-Häuser"), die den Anforderungen an ein KfW-40-Haus oder KfW-60-Haus entsprechen, wird von der KfW-Bank für Wiederaufbau gefördert.

Die Holzhäuser  sind durch die hervorragende Wärmedämmung und den Einsatz modernster Haustechnik so aufgebaut, dass sie besonders energiesparend zu heizen sind. 

Die Wärmedämmung dieser Häuser ist extrem effektiv, was auch dadurch zustande kommt, dass als Fenster oder Türen nur Bauelemente eingesetzt werden, die einen besonders niedrigen u-Wert (früher k-Wert) aufweisen. Dieser Koeffizient gibt die Stärke des Wärmestroms an, der durch das entsprechende Bauelement abgegeben wird.

Die Bezeichnung KfW-Haus kommt aus einem Förderprogramm der Förderbank für Wiederaufbau - kurz KfW-Bank genannt. In diesem Programm werden Niedrigenergiehäuser gefördert, die den Voraussetzungen für ein KfW-40- oder KfW-60-Haus entsprechen.

Bei der Einstufung des Energieverbrauchs wurde festgelegt, dass der gesamte Primärenergieverbrauch bezogen auf einen Quadratmeter Wohnfläche und ein komplettes Kalenderjahr, als Grundlage genommen wird. Ein KfW-40-Haus darf damit einen Gesamtenergieverbrauch von 40 kWh (Kilowattstunden) pro Jahr und Quadratmeter haben. Entsprechend liegt dieser Wert bei einem KfW-60-Haus bei 60 kWh pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche. Dabei fallen sowohl KfW-40-Häuser, als auch KfW-60-Häuser unter die Überbegriffe KfW-Haus oder Niedrigenergiehaus.