Energie sparen mit Thermostatventilen

Was sind Thermostatventile?



Ein Thermostatventil ist ein mechanischer Temperaturregler bzw. Thermostat, der abhängig von der Umgebungstemperatur über ein Ventil einen niedrigeren oder höheren Durchfluss gewährt, um eine Temperatur konstant zu halten.

Beispiele sind Heizungs-Thermostatventile, die den Vorlauf an Heizkörpern zur Raumheizung steuern, Thermostatventile in Kühlkreisläufen und Kältemaschinen (Heißgas-Bypass), selbstregelnde Mischbatterien an Dusche oder Badewanne sowie Backofenthermostate an Gasherden.
 
Thermostatventile reagieren empfindlich auf geringe Temperaturänderungen. So bewirkt eine Raumtemperaturabsenkung um 0,5 °C eine Ventilverstellung um einen Millimeter, was zu einer 25-prozentigen Erhöhung des Heizungswassers-Volumenstromes führt. Thermostatventile müssen ungehindert von der Raumluft umgeben werden.

Um die Lebensdauer von Thermostatventilen zu erhöhen, sollte außerhalb der Heizsaison auf maximalen Durchfluss gedreht werden, damit die Elemente, die den Druck auf den Ventilkörper erzeugen so weit wie möglich entspannt werden.


Optimale Platzierung und Austausch



Mit elektronischen Heizungsthermostatventilen ist es möglich, verschiedene Sollwerte für die Raumtemperatur einzustellen, die das Heizungsthermostatventil dann zeitgesteuert vorgibt. Damit kann der Kompromiss zwischen Energieeinsparung und Wohnkomfort besser an persönliche Vorlieben angepasst werden als mit den herkömmlichen mechanischen Thermostatventilen. Die elektronischen Ventile werden im Allgemeinen über Batterien mit Energie versorgt und wie die herkömmlichen Thermostatventile direkt am Heizkörper befestigt. Die Vorgabe der Ventilstellung erfolgt entweder über eine Elektronik direkt am Ventil oder über eine zentrale Regeleinheit per Funkübertragung.
 
Um optimal zu funktionieren, sollte der Temperaturfühler alle Temperaturveränderungen im Raum erfassen können. Um das zu gewährleisten, sollte die Raumluft so frei wie möglich um den Fühler zirkulieren. Abstände zu Wänden und Fensterbank wie auch Einbautiefe sind hierbei wichtig. Gardinen und Vorhänge können also ein Grund für schlechte Funktion sein, besonders dann wenn durch diese ein Wärmestau entsteht. Sind sie verdeckt oder befinden sie sich in Nischen, sind Fernfühler zu platzieren, die über ein Kapillarrohr die Wärmeausdehnung an das Thermostatventil weitergeben.

 
Ein weiterer Grund für zu hohen Energieverbrauch beim Heizen können veraltete Thermostatventile und Ventileinsätze an den Heizkörpern sein oder auch die Einbauverhältnisse. Es wird inzwischen eine Vielzahl von verschiedenen Thermostatventilen angeboten, die auch für den nachträglichen Einbau in alte Heizkörper geeignet sind.

 
 

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