Der PC als Stromverschwender


Ein Computer steht in jedem zweiten Haushalt in Deutschland. Für Schüler und Studenten ist der heimische PC genauso nötig wie das klassische Blatt Papier und der Stift, dient er doch der ordentlichen Textverarbeitung und als Recherche-Hilfsmittel. Dass er aber ein bestimmender Faktor bei der monatlichen Stromabrechnung ist, entgeht vielen.

Schon beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Computer dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Ein einfacher Benutzer, der ab und an ins Internet geht, und hin und wieder einen Brief oder Texte schreibt, der benötigt bestimmt kein High-End–Gerät mit Unmengen an Arbeitsspeicher,Rechenkapazität und Grafikpower. Für diesen doch sehr reduzierten Bedarf reicht auch ein Standardcomputer.
 
Windows 2000 und Windows XP kommen auch mit 512 MB Arbeitsspeicher locker aus. Mehr wird nur dann benötigt, wenn man Bild-, Grafik und Videobearbeitungen machen möchte oder mit dem Computer Multimedia- und Spiele- Anwendungen betreibt. In der Regel rechnet man für 1 MB Arbeitsspeicher etwa 0,5 Watt, was bei 512 MB schon 256 Watt ausmachen würde. Sicherlich werden diese Werte selten erreicht, da die 512 MB selten ausgelastet werden.

Auch Prozessoren verbrauchen eine Menge an Strom. Hier kann man bei einfachen Anwendungen auf leistungsschwächere Prozessoren umsteigen oder erst gar nicht aufrüsten. Zudem sollte man auch beachten, dass eine leistungsstärkere CPU nicht immer gleich mehr Leistung auch bedeutet. Hier spielen zusätzliche Faktoren eine Rolle, wie der eingesetzte Arbeitsspeicher und das Mainboard.

Sicherlich mögen einige denken, dass mehr Festplattenspeicher gut und schön ist! Dies sollte man jedoch nicht unterschätzen. Gerade in den letzten Jahren wurden immer mehr neue Festplatten gekauft und zusätzlich in die Computer eingebaut. Hier sollte man sich die Frage stellen, ob dies sein muß. Reicht nicht vielleicht nur eine Festplatte aus? Man sollte daran denken, dass jedes zusätzliche Gerät in einem Computer auch Strom verbraucht. Falls man nicht den ganzen Speicherplatz auf den verschiedenen Festplatten benötigt, sollte man lieber alles auf eine Platte packen und die zweite bzw. die kleinere wieder ausbauen.

Das Gleiche wie bei Festplatten gilt auch für CD- und DVD-ROM-Laufwerke. Hat man einen DVD-Brenner, so benötigt man in der Regel kein CD-ROM oder CD-Brenner mehr, da dieser bereits beide Formate lesen und auch CDs brennen kann.

Auch wenn ein Computer vorn am Gehäuse ausgeschaltet wird, verbraucht er noch gut 4,5 Watt in der Stunde (Wh). In Betrieb benötigt er ca. 130 bis 450 Watt in der Stunde (Wh) je nach Leistung des Rechners.

Der Computer kann aber auch über das Betriebssystem (Energieverwaltung oder beim Herunterfahren) in den so genannten Standbymodus geschaltet werden. Dabei werden nur noch 55 Watt in der Stunde (Wh) benötigt. Stromsparfunktionen durch das Betriebssystem schalten nach einer bestimmten eingestellten Zeit den Monitor, die Festplatten, oder sonstige Hardware im Rechner aus. Das kann bis zu 90% an Energie einsparen.

Der Computer kann aber auch durch eine Zeitschaltuhr, einen Power-Saver oder durch eine Tischsteckdose mit Schalter (Steckdosenleiste) ganz abgeschaltet werden. Monitore benötigen häufig mehr Energie als der Rechner selbst, auch dann, wenn der Bildschrimschoner aktiviert ist. Deshalb sollten beide bei längeren Arbeitspausen (ab etwa einer halben Stunde) abgeschaltet werden. Die Lebensdauer verringert sich dadurch nicht.

                                        
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