Optimaler Einbau zählt!
Lange Zeit waren Fenster die größte Schwachstelle in energieeffizienten Häusern. Inzwischen gibt es sowohl sehr effiziente Verglasungen als auch
Fensterrahmen. Besonders bei den Verglasungen wurden große Fortschritte gemacht. Während die U-Werte von alten Fenstern zwischen 2,5 und 3 W/m²K lagen, liegen diese „Wärmedurchgangskoeffizienten“ bei neuen Fenstern zwischen 1,1 und 1,6. Erst durch die Verwendung von modernsten Techniken wie Gasfüllungen, beschichteten Dreischeibenverglasungen oder Isolierglasaufbauten konnten solche Werte möglich gemacht werden. Ebenso lange lagen die Fensterrahmen hinter den Neuentwicklungen für Fensterscheiben zurück. Heute haben die Rahmen U-Werte zwischen 1,2 und 2,2 W/m²K. Auch durch den Isolierglasrandverbund entstehen zusätzlich Wärmeverluste an Fenstern. Um hier die Wärmeverluste zu vermindern, können thermisch getrennte Abstandhalter benutzt werden, wie sie auch schon bei der Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung benutzt werden. Hierdurch wird, neben der Verminderung des Wärmeverlustes, auch die Oberflächentemperatur der Glasränder angehoben. Dadurch verringert sich die Gefahr der Tauwasserbildung.
Leider gibt es in der Baupraxis oft Baumängel beim Einbau der energiesparenden Fenster, was zu einem negativen Effekt in
der Luftdichtigkeit der Fenster führt. Der richtige Einbau des Fensters ist besonders wichtig für den gesamten Wärmeverlust der Außenhülle. Häufig werden die Fenster außenbündig oder innen in die gemauerte Wand montiert. Optimal ist es jedoch wenn die Fenster in die Dämmebene der Wand positioniert werden. Dabei sollten Wärmebrücken weitestgehend vermieden werden. Im Bereich des Anschlusses muss nach DIN 4108-2 die Tauwasserfreiheit nachgewiesen werden. Wenn bei einer Altbaumodernisierung der Einbau der Fenster geplant und optimiert geschieht können Innenflächentemperaturen erreicht werden, wodurch Schimmelbildung vermieden wird.