Alles über Elektro Autos

Wer kennt es nicht, dieses tolle Gefühl sich mit sehr wenig Geräuschentwicklung schnell bewegen zu können, mit dem Fahrrad bergab zu rollen oder auch auf dem Rummelplatz mit dem elektrischen Autoscooter Spaß zu haben. Vorwärtsbewegung fast geräuschlos und ohne Anstrengung, so könnte auch Autofahren in der Zukunft sein. Einige wenige unter den Automobilisten kennen das Gefühl schon, die Besitzer vom Toyota Prius oder auch die wenigen Besitzer von elektrisch angetriebenen PKW's, Elektroleichtmobilen, Elektrorollern oder auch Elektrofahrrädern.

Wir wollen all diese Themen ansprechen, um Ihnen eine Vorstellung von dem augen- blicklichen
Stand der Technik, Aussichten auf Entwicklungen die schon  stattfinden und oder auch unbedingt angeschoben werden müssten, um dem Elektroauto eine Chance zur größeren und schnelleren Verbreitung zu geben.

Ein großer Teil der benötigten Technologien ist schon sehr weit entwickelt, aber eine der
wichtigsten Komponenten eines Elektroautos, der Energiespeicher, ist immer noch das größte Problem.

Natürlich stellt sich dann auch die weitere Frage: Wie nachhaltig
und umweltfreundlich ist so ein Elektroauto, zunächst was den Herstellungsprozeß aber auch die Gewinnung der elektrischen Energie betrifft. Die Gefahr besteht, dass wir die Probleme nur verlagern aber nicht wirklich lösen.

Eine weitere Möglichkeit stellt der Antrieb mittels einer Brennstoffzelle dar, welche die benötigte elektrische Energie selbst erzeugt. Aber auch diese braucht Treibstoff der erzeugt werden muß und die Herstellung von Wasserstoff ist bisher sehr Energieaufwendig. Auf diesem Gebiet wäre die Nutzung von Sonnenenergie zur Gewinnung von Wasserstoff, in Regionen die fast immer Sonne haben, hilfreich. Es existieren bereits Anlagen, die mit Sonnenenergie erst das Wasser entsalzen und dann aus dem Wasser, Wasserstoff herstellen. Eine Weiterentwicklung dieser Technologie wäre sehr sinnvoll, da ja neben Benzin auch Wasser immer mehr zum knappen Rohstoff wird.

Natürlich gibt es inzwischen einige gute Ideen die zu Lösungen weiterentwickelt werden
könnten. Dazu bedarf es auf jeden Fall mehr Verantwortungsbewußtsein gegenüber den zukünftigen Generationen und größerer Bemühungen von Seiten der Industrie, die nicht nur an das sogenannte "Shareholder value" denken sollte.

Die Energiespeichertechnologie ist das größte Hindernis, das es zu überwinden gilt.
Bisher ist keine Batterietechnologie auf dem Markt, die alle Anforderungen erfüllt, die ein Energiespeicher in einem Elektroauto leisten  müßte: Hohe Speicherkapazität gepaart mit geringem Gewicht, kurzer Aufladezeiten, Umweltfreundlich bei der Herstellung wie auch Entsorgung, sowie hohe Entladestromfähigkeit, um kurzzeitige Spitzenbelastungen zu ermöglichen und natürlich eine lange Lebensdauer. Bisher gibt es leider diese Eierlegendewollmilchsau nicht.

Die Lithium-Ionen Akku Technologie ist z.Z. die größte Hoffnung. Es zeichnen sich zwei Weiterentwicklungen am Horizont ab, auf die man hoffen kann:

Zum Ersten die NanoSafeTM Battery Technology, die statt des Graphits zur Aufnahme und Speicherung der Lithium-Ionen ein Material, das Nano-Titanate genannt wird, nutzt. Auf Grund des Nano Tinates können diese Akkus schneller aufgeladen werden, entwickeln bei der Entladung keine gefährliche Hitze und sollen eine weit längere Lebensdauer haben.  zum Beitrag
Die zweite Hoffnung die sich abzeichnet sind Lithium-Ionen Akkus bei denen Nano Drähte aus Silizium, als Träger Medium für die Lithium-Ionen dienen: zum Beitrag


Bis diese Akkus marktreif sind, ganz besonders für die Fahrzeugtechnologie, wird noch einige Zeit ver- gehen, und man kann sicher sein, dass sich Militär, NASA und andere Macht- und Wirtschaftsstrukturen als die Ersten, ausreichend mit diesen Akkus eindecken werden bis diese für Jedermann zur Verfügung stehen.

Die Volkswagen AG stellte
ein völlig neues Antriebskonzept, das "twinDrive" genannt wird, vor. Wie schon die englische Bezeichnung sagt ein Fahrzeug mit zwei Antriebsherzen, ein Verbrennungs und drei Elektromotoren. Die Energiespeicher für die Elektromotoren können an der Steckdose in 3 - 4 Stunden aufgeladen werden.
VW hat auf der Basis von Kundendaten ermittelt, daß 80% aller Fahrten bis max. 50 km weit sind, und genau auf diese Entfernung ist der Elektroantrieb des VW "twinDrive" ausgerichtet. Nach diesen 50 km muß der Energiespeicher des Eleltroantriebs an der Steckdose neu aufgeladen werden. Also ist dieses Fahrzeug ein "Plug-in Hybrid", der aber auch wie andere Hybrid-Fahrzeuge die Bremsenergie in elektrische Ladungsenergie umwandeln und speichern kann.
Der Antrieb des Fahrzeugs besteht aus drei Elektromotoren und einem Verbrennungsmotore. Zwei der drei Elektromotoren sitzen in den Radnaben der Hinterräder und treiben diese direkt an, während der dritte Motor die Vorderräder über das Getriebe antreibt. Diese drei Elektromotoren haben eine beachtliche Gesammt- leistung von 120 PS.
Der Verbrennungsmotor soll für Autobahn und Überlandfahrten genutzt werden und hat eine Reichweite von fünfhundert bis achthundert Kilometern, abhängig von der Motorisierung. Es ist davon auszugehen das VW den "Bluemotion" Verbrennungsmotor einsetzen wird, der mit synthetischen Kraftstoff
SunFuel® genannt, angetrieben werden soll.

Schon beim Errichten einer von allen Elektroautos nutzbaren Infrastruktur, wie es heute die Tankstellen sind, fangen die Probleme an. Also z. B. Ladestationen an denen jeder Fahrzeugtyp mit den unterschiedlichsten Batterietechnologien jeder Zeit Energie nachladen kann oder an denen  leere Energiespeicher gegen einen aufgeladenen ausgetauscht werden können, und das alles mit wenigen Handgriffen die auch jeder Laie beherrschen kann.

Eigentlich wären alle diese neuen Infrastrukturen ein großer Gewinn für die Industrie und genau wie in der Solarzellenindustrie die Beschäftigungszahlen hoch gegangen sind, könnte man mit diesem neuen Bedarf an Anlagen, Akkus usw. , neue Arbeitsplätze schaffen. Es wäre gut, wenn sich auf diesem Gebiet die Anstrengungen von Seiten der Industrie und der staatlichen Forschungsförderung weiter erhöhen würden.

Einen wirklichen Fortschritt stellen Elektroautos erst dar, wenn trotz einer weiterbe- stehenden Individual Struktur im Personenverkehr, der Ausstoß von CO2  sich erheblich verringert und dass bei etwa gleichbleibenden Kosten. Gerade die Kostenfrage für eine wirklich saubere Technologie, vom Bau über die Nutzung bis zur Entsorgung, ist noch mit viel Skepsis zu betrachten. Natürlich werden die ansteigenden Rohölpreise das Ihrige dazu tun, den Trend etwas anzuschieben, aber das ist ja nicht die einzige Frage die sich stellt. Auch die Infrastruktur für die Erzeugung der Energie, wie auch die Möglichkeit jederzeit und überall diese abrufen zu können ist noch nicht klar beantwortet. Ebenso spielt das wirtschaftliche Wohl der Bevölkerung  eine nicht unerhebliche Rolle um bis heute noch sehr teure, weil neue Technologien, an den Mann zu bringen. So wie das Auto für Jederman selbstverständlich wurde, müßten ökologisch nachhaltige Fahrzeuge für jeden erschwinglich werden und das funktioniert nur, wenn sich viele Menschen solch ein "Ökomobil" kaufen könnten. Eine weitere Möglichkeit wäre das bekannte Modell des Car Sharings. Aber dazu müssen wir alle noch eine kräftige Portion Egoismus ablegen, sodass der Zwang ein eigenes Auto besitzen zu müssen, entfällt. Da die meisten Fahrzeuge mehr Stunden stehen als fahren, sollte dieses Problem lösbar sein, ganz besonders in Großstädten und Ballungsräumen.

In Dresden versucht ein Unternehmer in Eigeninitiative, der Bevölkerung das Elektroauto durch die Möglichkeit so ein Fahrzeug zu mieten, näher zubringen. Interessant an dieser Unternehmung ist das sehr unterschiedliche Angebot an Mietfahrzeugen. Ein Besuch der Stadt Dresden, mit einer Rundfahrt im gemieteten Elektroauto, könnte doch ein schöner Wochenendausflug werden: elektromobil-dresden

Für Mitmenschen die einen besonders aktiven Beitrag zur Umwelt leisten wollen, gibt es auf jeden Fall auch heute schon die Möglichkeit, sich elektrisch fortzubewegen, aber man muß ehrlich sein, das Ganze ist noch sehr eingeschränkt, bedarf einer großen Portion Idealismus und einer guten Planung des täglichen Lebens.

Die folgenden drei Grafiken sollen veranschaulichen wie mit einem Elektroleichtauto CO2 eingespart werden kann und wie hoch die Kosten im Vergleich zu einem Smart und einem Golf 1,4 sich darstellen.

                                                                                                                                    
            
                                              


Es existieren verschiedene Hersteller für Elektroautos. Leider wird der größte Teil der Fahrzeuge nicht in Deutschland angeboten. Die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich. Trotzdem sollen Sie auch über die interessantesten Fahrzeuge informiert werden. Außerdem wo eine Nachfrage entsteht, wird sich auch ein Händler, der den Vertrieb übernimmt, finden. Ohne Frage ist Enthusiasmus, Geduld und ein nicht zu dünnes Finanzpolster für den Aufbau eines Vertriebs und Servicenetzes nötig.




Weitere Hersteller:








http://www.maranello4cycle.com




Solar und Mobil



Volkswagen AG