Aktuelle Energiesparhaus News & Neuigkeiten


Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Wichtige Neuheiten für Neubauwillige!

Am 1. Januar 2009 trat das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in Kraft. Alle die einen Neubau planen sind verpflichtet einen Anteil der Warmwasserzubereitung und Beheizung durch Erneuerbare Energien zu betreiben.
Eigentümer von Neubauten die ihren Bauantrag nach dem 31.12.2008 gestellt haben, müssen einen Mindestanteil des Wärmeenergiebedarfs für das Gebäude für Heizung und Warmwasser anteilig mit erneuerbaren Energien decken. Der Bauher hat dabei die Wahlfreiheit zwischen Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung, durch eine Holzpelletheizung, Wärmepumpen oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW).

Dies ist für die meisten Wohn- und Nichtwohngebäude Vorschrift.

Durch diese Gesetzesinitiative soll sich der Anteil der regenerativen Energiequellen zur Bereitstellung
thermischer Energie für Gebäude bis 2020 um 14% erhöhen. Die Anforderungen des EEWärmeG lassen sich alternativ durch den Einsatz von Nah- und Fernwärme mit einem Anteil von 50 Prozent aus erneuerbaren Energien, Abwärme, und/oder Kraft-Wärme-Kopplung, ein Blockheizkraftwerk oder durch einen verbesserten Wärmeschutz (15 Prozent besser als von der Energieeinsparverordnung vorgegeben) der Gebäudehülle erfüllen. Der Schwerpunkt des Gesetzes liegt auf dem Einsatz Erneuerbarer Energien. Diese Ersatzmaßnahmen bieten sich an, wenn zum Beispiel kein sinnvoller Einsatz von Techniken zur Nutzung der erneuerbaren Energien möglich ist. Das Wärmegesetzt ermöglicht dem Verpflichteten einen breiten Handlungsspielraum. Jeder verpflichtete Gebäudeeigentümer kann verschiedene erneuerbare Energien und deren Nutzungstechnologien miteinander kombinieren. So kann z.B. ein Sonnenkollektor zur Erfüllung der Pflicht mit einem Biogas befeuerten Brennwertkessel ergänzt werden.
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Januar 2009



Achtung - Energieausweis Pflicht

Ab Juli 2009 muß in öffentlichen Gebäuden der Energieausweis aushängen!
Aber nicht nur öffentliche Gebäude sind von dieser "Ausweispflicht" betroffen!

Auch für alle Privathäuser und Wohnungen die verkauft oder neu vermietet werden sollen, muss einen Energieausweis vorhanden sein. Bisher galt diese Regelung nur für  Gebäude die vor 1965 gebaut wurden. Ab dem 01.01.2009 gilt diese Regelung für alle Gebäude die nicht nach den neuen Bauvorschriften errichtet wurden, also vor 2007 gebaut wurden. Für diese Gebäude wird seit mehr als einem Jahr gleich nach den Bautätigkeiten standardmäßig ein "energetischer Personalausweiß" ausgestellt.
Jeder der ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder mieten will, sollte unbedingt vor dem Abschluß eines Vertrages nach dem Energieausweis fragen. Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (EZA), rät in jedem Falle nach dem Bedarfsausweis zufragen und sich nicht mit der Vorlage des Verbrauchsausweises zufrieden zugeben. Laut EZA hat der Verbrauchsausweis nicht genügend Aussagekraft über die Energiebilanz des betreffenden Gebäudes.
Leider besteht die Möglichkeit im Internet unseriöse Energieausweise, die als besonders Preiswert angeboten werden, zuerhalten, davon ist abzuraten. Die EAZ stellt deshalb bereits seit Jahresbeginn 2008 ein Qualitätssiegel für Energieausweise aus.
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Januar 2009


Der JUWI-Unternehmenssitz - Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt

Im rheinhessischen Wörrstadt bezog im Juli 2008 die Juwi-Gruppe ihr neues Bürogebäude. Die Juwi-Gruppe hat hier ein energieeffiziente Gebäude errichtet, das Maßstäbe setzt. Aus drei Gebäudeteilen mit sieben Staffelgeschossen wurde eine moderne Konstruktion aus Holz und Glas errichtet die sich durch durch ein hervorragendes Energiekonzept auszeichnet. Im Grunde ein Passivhaus mit überdimensionierten Ausmaßen und einer wesentlich komplexeren Steuerungstechnik. Aufdach-Solarstromanlage und transparente Photovoltaik-Fassaden gehören zu den  interessanten Details. Für diese beiden Installationen wurden Dünnschichtmodule verwendet. Auch das Mensadach wurde mit einer Aufdachanlage ausgerüstet und die Fassade der Mensa besteht aus speziell für diesen Bau zugeschnittenen 3 Schicht-Glas/Glas-Isolierglasmodulen in die einzelne Solarzellen integriert sind. Diese Beispiele sind nur ein kleiner Teil der neuesten Technologien die verwendet wurden.
An eine Tankstelle für die Zukunft, einen Solarcarport, wurde auch gedacht. Es besteht sogar schon die Möglichkeit Elektro-PKW's während der Arbeitszeit aufzuladen. Der gesamte Gebäudekomplex wird durch ein intelligentes Energie-Managment-System überwacht und gesteuert. Überschüssiger Solarstrom wird in einem Backup-System gespeichert, für den Fall eines kurzzeitigen erhöhten Stromverbrauchs. Die Büros sind mit energiesparenden Laptops ausgestattet, und überhaupt, in jedem Winkel dieses Gebäudes, ist neueste Energiespartechnik zu finden. zur JUWI Website
Dezember 2008



Wettbewerb "Mehr Wert"

Zu einem Haussanierer-Wettbewerb "Mehr Wert - Wärme aus Erneuerbaren Energien" genannt, ruft die Deutsche Energie Agentur (dena) auf. Private Hausbesitzer, deren Häuser vor 1995 gebaut wurden, und in den letzten Jahren eine neue Heizung eingebaut haben, die komplett oder anteilig Erneuerbare Energien nutzt, können bis zum 15. März 2009 an diesem Wettbewerb teilnehmen.
Sie sind mit gutem Beispiel voran gegangen, haben den Energieverbrauch Ihres Hauses durch eine Sanierung gesenkt und decken heute Ihren Wärmebedarf für Heizung und Wasser zu einem hohen Anteil mit Erneuerbaren Energien? Präsentieren Sie Ihr Haus in dem Wettbewerb "Mehr Wert"! Demonstrieren Sie wie Sie Ihr Haus mir den Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien beheizen. Machen Sie mit bei dem Wettbewerb der dena, den Gewinnern winken Geld- und Sachpreise im Wert von zusammen 40.000 EURO. Unter folgendem Link erhalten Sie alle Informationen die für eine Teilnahme notwendig sind:  www.zukunft-haus.info
November 2008


Europäisches Parlament fordert generell Passivhäuser ab 2011

Die Umsetzung des Aktionsplans Energieeffizienz vom Oktober 2006 ist alles andere als erfolgreich, die Durchführung der für 2007 geplanten Maßnahmen verläuft äußerst schleppend. Der eindringliche Initiativbericht des Europäischen Parlaments vom 31.1.2008 zum „Aktionsplan für Energieeffizienz“ erfolgte in der Erwägung, „dass es zu chaotischen Klimaänderungen kommen wird, wenn die weltweite Temperatur um mehr als 2° C über dem vorindustriellen Niveau steigt. Es sind einschneidende Verringerungen der CO2-Emissionen bis 2015 erforderlich, wenn der weltweite Temperaturanstieg auf nur 2° C begrenzt bleiben soll, und dabei ist effizienterer Energieeinsatz die am unmittelbarsten wirkende und kostengünstigste Art der Senkung der Kohlenstoffemissionen“, so der Wortlaut der Entschließung des Europäischen Parlaments. Und weiter, „Außerdem trägt Energieeffizienz wesentlich zur Verringerung der Abhängigkeit der Europäischen Union von Energieeinfuhren bei, indem sie der künftigen Energieknappheit begegnet, und so zur Begrenzung der Auswirkungen von Energiepreisschocks beiträgt“.

Dabei, so das Europäische Parlament, ist das im Aktionsplan festgelegte Ziel von 20 Prozent Energieeinsparungen bis 2020 "technisch und wirtschaftlich voll und ganz erreichbar". Das Europäische Parlament fordert daher die Kommission auf, u.a. bei Energieeffizienzanforderungen an Gebäuden das Potenzial voll auszuschöpfen.

Als verbindliche Bestimmung wird vorgeschlagen, dass alle neuen Gebäude ab 2011 nach Normen für Passivhäuser oder gleichwertigen Normen für Nichtwohngebäude gebaut werden müssen. Welche Maßnahmen setzen nun die einzelnen Länder und Regionen, um die dringend notwendigen Klimaschutzziele im Gebäudesektor zu erreichen? Was sind die Erfolgsfaktoren, dass der Passivhausstandard in einigen Regionen beinahe schon Standard ist, während in anderen Regionen er gerade Mal bei 1% Marktanteil liegt, obwohl alle Regionen die gleichen Grundvoraussetzungen haben?
März 2008


Großbritannien beschließt für 2016 das Null CO2 Emissionshaus

In Großbritannien wurde mit dem " Zero Carbon Homes Act" beschlossen, dass ab 2016 nur noch Häuser neugebaut werden dürfen die kein CO2 erzeugen. Das heisst, durch den gesammte Energiehaushalt eines zu bauenden Hauses darf kein CO2 enstehen.
Es ist davon auszugehen das bis zum Jahr 2015 das Passivhaus in Europa zu einem ganz selbstverständlichen Hausbaustandard geworden ist und bei etwa gleichbleibender wirtschaftlicher Entwicklung aus der globalen Perspektive, auch in vielen anderen außereuropäischen Ländern zum Standard wird.
Februar 2008